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„Jetzt weiß jeder, was zu tun ist“

Vorbereitungen bei der Hofreitschule laufen „Jetzt weiß jeder, was zu tun ist“

Lange Zeit, bevor Jens Wassermann, der in der aktuellen Weihnachtsgala der Fürstlichen Hofreitschule den Weihnachtsmann gibt, das Publikum um kurz nach 15 Uhr mit einem kräftigen „Ho, ho, ho“ und einer frohgemuten „Jingle Bells“-Interpretation willkommen heißt, sind hinter den Kulissen viele fleißige Hände mit den Vorbereitungen der Aufführung beschäftigt.

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Die als Weihnachtsmänner verkleideten Jens Wassermann und Wolfgang Krischke bereiten sich auf ihre Auftritte vor

Quelle: bus

Bückeburg. „Das Putzen und Einflechten der Pferde beginnt bereits gegen 11 Uhr“, erklärt Schuldirektor Wolfgang Krischke.

 Für die aus der Feder von Wassermann stammende Geschichte „Der verschwundene Weihnachtsbart“ müssen alles in allem 14 Pferde und zwei Ponys herausgeputzt werden. Darüber hinaus wollen zwei Schnattergänse betreut werden, die in der zauberhaften Märchenwelt ebenfalls wichtige Rollen spielen.

 Um die Koordination der rund zwei Dutzend Schauspieler und Helfer kümmert sich ein von Karsten Pauli geleitetes Team. Damit die stimmungsvollen Reitbilder zu einer faszinierenden Show verknüpft werden können, ist ein detaillierter Ablaufplan erstellt worden. Der Plan hält von der Begrüßung durch Hofreitschuldirektorin Christin Krischke bis zum abschließenden Finale die Aufgaben aller zwei- und vierbeinigen Beteiligten minutiös fest.

 Der umfangreichen Zusammenstellung kommt nun, da das Special auf die Zielgerade eingebogen ist, allerdings keine sehr große Bedeutung mehr zu. „Jetzt weiß jeder, was zu tun ist“, erläutert Wolfgang Krischke. Und in der Tat herrscht hinter den Kulissen zwar rege Geschäftigkeit, die Szenerie ist indes von professioneller Routine geprägt. Kaum ein Handgriff, der nicht sitzt. „Bei rund 200 Aufführungen im Jahr gibt sich das mit dem Lampenfieber“, gibt der Direktor zu verstehen. Größere Aufregung herrsche zumeist nur vor den Premieren.

 So geht auch der eine Stunde vor Beginn der 75-minütigen Vorführung anstehende Soundcheck völlig unaufgeregt über die Bühne. Selbst der Ausfall eines Computermonitors vermag die Routiniers nicht aus der Ruhe zu bringen. „Dann nehmen wir halt ein Fernsehgerät“, hat Pauli flugs einen Lösungsvorschlag zur Hand.

 Und noch bevor die ersten Gäste gegen 14.30 Uhr in die Fürstliche Hofreitschule drängen, um sich von Theater, Schauspiel, Gesang und tollen Choreografien begeistern zu lassen, läuft der Apparat. „Alles andere hätte mich gewundert“, meint Direktor Krischke, der in der Zwischenzeit eigenhändig die Heizpilze in der Warmreithalle in Gang gesetzt hat. Das Einlasspersonal kann die Besucher hereinbitten.

 Dass alle Beteiligten erneut einen hervorragenden Job gemacht haben, belegt nicht nur der beinahe überschwänglich spendierte Schlussapplaus. Auch die Resonanz auf die Gala ließ keinerlei Wünsche offen. „Sämtliche Vorstellungen sind ausverkauft“, lässt Wolfgang Krischke zwischen zwei Auftritten wissen. bus 

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