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Jugendchor begeistert beim Adventskonzert

Rasant durchs Winter-Wunderland Jugendchor begeistert beim Adventskonzert

Glockenhelle, klare Stimmen – ein homogener Gesamtklang: Das ist das Markenzeichen des Schaumburger Jugendchores. Beim Adventskonzert in der Stadtkirche hat das Ensemble seinen ausgesprochen guten Ruf weiter gefestigt.

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Erstaunlich, wie frisch und entspannt der Schaumburger Jugendchor sein Programm abliefert.

Quelle: mig

Bückeburg. Kaum hat das Konzert begonnen, geht es in rasendem Tempo durch das Winter-Weihnachts-Wunderland. Und die rund zwei Stunden Programm sind viel zu schnell vorbei. Wie wichtig gute Nachwuchsarbeit ist, zeigt sich schon am Kinderchor, der seine Sache richtig gut macht. Trotz der Anspannung (Wird alles klappen? Singe ich auch richtig?) bleibt der Gesang ohne Fehler, die Kleinen haben sichtlich viel Spaß.

 Ob bei „Si, si, si dola da“, dem „Te Deum Laudamus“ oder der „Allerlängsten Nacht“ – die Kleinen und Kleinsten zeigten sich bestens aufgelegt. Erstaunlich, wie homogen dieses Ensemble schon in jungen Jahren ist. Dass die Kinder richtig Freude am gemeinsamen Singen haben, wird bei Klassikern wie „In dir ist Freude“ oder „Kommet ihr Hirten“ ganz deutlich. Überall Strahlen und Lächeln – von Lampenfieber keine Spur.

 Da, wo die einen noch hinwollen, da sind die anderen schon: Im Konzertchor, der sich in diesem Jahr frisch und auf ganz hohem Niveau präsentierte. Unter Leitung von Stephanie Feindt agiert der Chor leicht und entspannt, dabei homogen und als Ganzes.

 Die Sänger sind hoch konzentriert und folgen dem Dirigat bis in kleinste Nuancen. Überhaupt präsentiert sich der Chor bestens aufgelegt und stimmlich sehr präsent. Das zeigt sich schon, als die Sänger beim Einzug durch den Mittelgang schreiten. Kein Stolpern, keine Fehler – der Gesang kommt sicher, wie in Stein gemeißelt.

 Danach folgt das wunderbare „Carol of the Bells“, das die einzelnen Stimmen wie Glocken hin- und herschwingen lässt. Fröhlich und leichtfüßig kommt auch das traditionelle „Festejo de Navidad“ daher, ein Lied, das der Jugendchor locker und ohne Druck angeht. Die einzelnen Stimmen gleiten ineinander und bilden eine fast natürliche Einheit: alles passt zusammen.

 Dass dem Chor auch hochkomplexe Lieder bestens gelingen, zeigt Rutters „Personent hodie“, das mit Atemgeräuschen und Lauten arbeitet. Ebenso fehlerlos gelingt „Torches“, ein Lied mit vielfachen Wechseln in Höhe und Rhythmik. Nach einem schwerelosen „Christmas Lullaby“ zeigt sich der Chor mit Linkin Parks „Leave out all the rest“ auf der Höhe der Zeit.

 Stimmgewaltig und auf ganz hohem Niveau präsentiert sich das „X-Ensemble“ unter der Leitung von Jelena Agbaba. Nach dem zärtlich-leisen „Sleep my darling“ folgt „Breath of heaven“, ein wunderbares Stück Musik. Weiter geht es mit „The Lord bless you and keep you“, das im zweifachen Piano immer noch voll und rund klingt. Den Schlusspunkt setzt einmal mehr der Konzertchor mit einem Strauß von Weihnachtsliedern („Es ist für uns eine Zeit angekommen“, „Was soll das bedeuten“, „Maria durch ein Dornwald ging“).

 Nach dem gemeinsam gesungen „O du fröhliche“ bleibt es kurz still – dann bricht ein regelrechter Jubelsturm los. Das Publikum steht auf und spendet einen mehrere Minuten andauernden Beifall. Fazit: Der Jugendchor gibt manch einem oft gehörten Adventslied seine Strahlkraft wieder.

Von Michael Grundmeier

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