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Junge Leute schnuppern in Berufe hinein

Bückeburg / Zukunftstag Junge Leute schnuppern in Berufe hinein

 In ganz Niedersachsen haben gestern Schüler der siebten bis zehnten Jahrgangsstufen anlässlich des so genannten „Zukunftstages“ die Gelegenheit gehabt, als Teil ihrer schulischen Berufsorientierung für ein paar Stunden in für sie interessante Berufe hineinzuschnuppern. Dabei sollten sie nach den Vorstellungen des niedersächsischen Kultusministeriums insbesondere solche Berufsbilder wählen, die geeignet sind, „das traditionelle, geschlechtsspezifisch geprägte Spektrum möglicher Berufe für Mädchen und Jungen“ zu erweitern.

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Unter Anleitung der noch in der Ausbildung befindlichen Schwesternschülerin Sintje Rodenberg üben sich die Teilnehmer im Krankenhaus Bethel – hier Henning Tappe (Zweiter von rechts) – im Setzen einer Spritze.

Quelle: wk

Bückeburg (wk). Im Bückeburger Stadtgebiet beteiligten sich unter anderem die Heeresfliegerwaffenschule in Achum und das Krankenhaus Bethel an diesem Aktionstag, wobei die Heeresflieger sogar einen Rekord zu verzeichnen hatten: Aufgrund der hohen Nachfrage aus den Jahren 2010 und 2011 mit 60 und 80 teilnehmenden Schülern seien für den diesjährigen „Zukunftstag“ noch einmal 20 Plätze mehr ausgeschrieben worden, verriet Personaloffizier Hauptmann Uwe Zirkenbach. Mit diesen 100 Plätzen (angemeldet hatten sich rund 170 Jugendliche) habe man aber auch „die oberste Grenze“ für den zuvor ausgearbeiteten Programmablauf erreicht.

Dieser sah vor, dass die Jungen und Mädchen in der Schäferkaserne zunächst einen „Grundsatzvortrag“ über die Heeresfliegerwaffenschule und die unterschiedlichen Berufslaufbahnen bei der Bundeswehr hören. In fünf Gruppen eingeteilt besichtigten die jungen Leute dann einen Transporthubschrauber, anhand dessen ihnen Wissenswertes zum Thema Luftfahrzeugtechnik vermittelt wurde. An anderen Stationen erfuhren sie zudem etwas über die fliegerische Ausbildung mit einem Flugschulhubschrauber vom Typ EC-135 und besuchten die Flugplatzfeuerwehr, den Flugplatztower und das hochmoderne Simulatorenzentrum, wo einige der Teilnehmer sogar die Möglichkeit hatten, im Simulator einen kleinen virtuellen Rundflug zu unternehmen.

Der Besuch der Heeresfliegerwaffenschule habe sich gelohnt, sagte Katharina Kirchhoff vom Herder-Gymnasium Minden. Zum einen habe sie einen interessanten Blick hinter die Kulissen erhalten, zum anderen sei auch das riesige Gelände mit den vielen Hubschraubern allein schon beeindruckend. Das Größte war für die 14-Jährige aus Dankersen, dass sie zu den Schülern gehörte, die mit einem kurzen Simulatorflug beglückt wurden. Der „Zukunftstag“ bei den Heeresfliegern sei die beste Informationsveranstaltung dieser Art gewesen, an der sie selber bislang teilgenommen habe, pflichtete ihr deren Mitschülerin Sofie Fuchs (14) bei.

Zufriedene Gesichter gab es aber auch im Krankenhaus Bethel zu sehen, wo Karin Kischnick, Lehrerin für Pflegeberufe, den dort den „Zukunftstag“ absolvierenden Jungen und Mädchen einen kleinen, praktischen Einblick in die Ausbildung zum Gesundheits- und Krankenpfleger offerierte.

So lernten diese Schüler etwa, wie man sich die Hände richtig desinfiziert, einen Handverband anlegt, Patienten den Mund pflegt und – anhand einer Übungspuppe – Injektionen mit einer Spritze setzt: „Wenn man weiß, wie man es macht, ist es eigentlich einfach“, resümierte der elfjährige Henning Tappe vom Gymnasium Adolfinum.

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