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Bückeburg Stadt Kamerunschafe halten Wiese kurz
Schaumburg Bückeburg Bückeburg Stadt Kamerunschafe halten Wiese kurz
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17:50 18.04.2012
Eine kleine Herde Kamerunschafe hat die Aufgabe übertragen bekommen, die Streuobstwiese rund um die angepflanzten Obstbäume zu „mähen“. Quelle: wk
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Bückeburg

So wurde die zu „äußerst günstigen“ Konditionen von der Fürstlichen Hofkammer gepachtete Fläche mittlerweile in eine extensiv bewirtschaftete Wiese umgewandelt und auf ihr 54 junge Obstbäume gepflanzt. Dabei handelt es sich vor allem um für den Verzehr geeignete alte Apfel- und Birnensorten nebst einigen Zwetschen- und Walnussbäumen. Daneben wurden aber auch einige heimische „Vogelnährgehölze“ wie Speierling, Elsbeere, Erberesche sowie Wildapfel und -birne gepflanzt. Zwei mit einem Bagger für den Amphibienschutz angelegte und nur temporär etwas Wasser führende Blänken, mehrere am Waldrand aufgehängte Vogelnist- und Fledermauskästen sowie ein im Bau befindliches „Insektenhotel“ komplettieren die Naturschutzmaßnahmen.

 Erfreut ist Matthaei zudem darüber, dass sich der Hobby-Schafzüchter Andreas Behrens (Steinbergen) bereit erklärt hat, zunächst sechs seiner Kamerunschafe auf dem mit einem knapp zwei Meter hohen, grobmaschigen Wildzaun eingefriedeten Areal weiden zu lassen, sorgen die „tierischen Rasenmäher“ doch auf ökologische Art und Weise dafür, den Bewuchs auf der Wiesenfläche kurz zu halten – eine Arbeit, die nach einem anfänglichen Pilotversuch mit einigen konventionellen Schafen dann im vergangenen Jahr unter Einsatz eines Balkenmähers durchgeführt wurde.

 Dass die Streuobstwiese mittels des Wildzauns zusätzlich in drei etwa gleich große Sektoren unterteilt ist, erklärte der Nabu-Chef damit, dass es sich positiv auf die Entwicklung der Kleintierfauna und Flora auswirkt, wenn die Wiese stets nur in Teilen beweidet wird und das Gelände damit – bildlich gesprochen – „nicht von heute auf morgen“ gravierenden Veränderungen durch großflächiges Abgrasen unterworfen ist.

 Mit Blick auf einige an den Vorstand herangetragene Anfragen von Anliegern, ob denn künftig im Winter nicht mehr auf dem hinteren Abschnitt des Areals gerodelt werden könne, stellte Gerd Oppenhausen, Schatzmeister des Nabu-Ortsvereins, klar, dass diesem Wintervergnügen weiterhin gefrönt werden dürfe. In weiser Voraussicht habe man nämlich zwei große Tore in den dort stehenden Wildzaun eingebaut, die im Winter rechtzeitig geöffnet werden, um den Rodlern freie Bahn einzuräumen.

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