Volltextsuche über das Angebot:

8 ° / 7 ° Regenschauer

Navigation:
Kamerunschafe halten Wiese kurz

Bückeburg / Langzeitprojekt „Streuobstwiese“ Kamerunschafe halten Wiese kurz

Mit ihrem Langzeitprojekt „Streuobstwiese“ sieht sich die Bückeburger Ortsgruppe des Naturschutzbundes (Nabu) auf einem guten Weg: Er und seine Mitstreiter seien stolz darauf, was sie aus dem in Bergdorf gelegenen, rund 10000 Quadratmeter großen ehemaligen Brachgelände in den vergangenen drei Jahren gemacht haben, sagte Ortsgruppenvorsitzender Alfred Matthaei.

Voriger Artikel
„Je mehr Bückeburger auf dem Rad, desto besser“
Nächster Artikel
Adolfiner haben Spaß an Spanisch

Eine kleine Herde Kamerunschafe hat die Aufgabe übertragen bekommen, die Streuobstwiese rund um die angepflanzten Obstbäume zu „mähen“.

Quelle: wk

Bückeburg. So wurde die zu „äußerst günstigen“ Konditionen von der Fürstlichen Hofkammer gepachtete Fläche mittlerweile in eine extensiv bewirtschaftete Wiese umgewandelt und auf ihr 54 junge Obstbäume gepflanzt. Dabei handelt es sich vor allem um für den Verzehr geeignete alte Apfel- und Birnensorten nebst einigen Zwetschen- und Walnussbäumen. Daneben wurden aber auch einige heimische „Vogelnährgehölze“ wie Speierling, Elsbeere, Erberesche sowie Wildapfel und -birne gepflanzt. Zwei mit einem Bagger für den Amphibienschutz angelegte und nur temporär etwas Wasser führende Blänken, mehrere am Waldrand aufgehängte Vogelnist- und Fledermauskästen sowie ein im Bau befindliches „Insektenhotel“ komplettieren die Naturschutzmaßnahmen.

 Erfreut ist Matthaei zudem darüber, dass sich der Hobby-Schafzüchter Andreas Behrens (Steinbergen) bereit erklärt hat, zunächst sechs seiner Kamerunschafe auf dem mit einem knapp zwei Meter hohen, grobmaschigen Wildzaun eingefriedeten Areal weiden zu lassen, sorgen die „tierischen Rasenmäher“ doch auf ökologische Art und Weise dafür, den Bewuchs auf der Wiesenfläche kurz zu halten – eine Arbeit, die nach einem anfänglichen Pilotversuch mit einigen konventionellen Schafen dann im vergangenen Jahr unter Einsatz eines Balkenmähers durchgeführt wurde.

 Dass die Streuobstwiese mittels des Wildzauns zusätzlich in drei etwa gleich große Sektoren unterteilt ist, erklärte der Nabu-Chef damit, dass es sich positiv auf die Entwicklung der Kleintierfauna und Flora auswirkt, wenn die Wiese stets nur in Teilen beweidet wird und das Gelände damit – bildlich gesprochen – „nicht von heute auf morgen“ gravierenden Veränderungen durch großflächiges Abgrasen unterworfen ist.

 Mit Blick auf einige an den Vorstand herangetragene Anfragen von Anliegern, ob denn künftig im Winter nicht mehr auf dem hinteren Abschnitt des Areals gerodelt werden könne, stellte Gerd Oppenhausen, Schatzmeister des Nabu-Ortsvereins, klar, dass diesem Wintervergnügen weiterhin gefrönt werden dürfe. In weiser Voraussicht habe man nämlich zwei große Tore in den dort stehenden Wildzaun eingebaut, die im Winter rechtzeitig geöffnet werden, um den Rodlern freie Bahn einzuräumen.

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Möchten Sie uns zu diesem Artikel Ihre Meinung sagen? Dann schicken Sie uns einen Leserbrief.

Leserbrief schreiben

Online suchen, Angebot finden, einkaufen gehen: Das steckt in Kurzform hinter „Kauf hier – lokal & digital“. Eine Auswahl aktueller und preislich besonders attraktiver Produkte finden Interessierte stets auf unserer Homepage... mehr

Eine gute Tradition findet regelmäßig ihre Fortsetzung – die „Aktion Weihnachtshilfe“. In der Vorweihnachtszeit rufen die Schaumburger Nachrichten unter dem Motto „Schaumburger helfen Schaumburgern“ jedes Jahr zu Spenden für bedürftige Menschen im Landkreis auf. mehr

Schaumburg