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Kampf gegen den bösen Wolf

Basar zugunsten des Frauenhauses Kampf gegen den bösen Wolf

 „Gute Gespräche, ein nettes Ambiente in den Räumlichkeiten der Landfrauenschule und ein fantastisches Angebot der Künstler“, so hat es Landrat Jörg Farr in seinem Grußwort auf den Punkt gebracht.

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Heino Röwer (von links), Heidemarie Hanauske, Herbert Habenicht, Gudrun Wolter und Landrat Jörg Farr eröffnen den Kunstbasar der Awo mit Handpuppen.

Quelle: mm

Bückeburg.. Der 24. Kunstbasar des Kreisverbandes der Arbeiterwohlfahrt (Awo) zugunsten des Frauenhauses sei, so Farr, kein Anlass zum Feiern, aber aufgrund der gesellschaftlichen Realitäten eine Notwendigkeit. Der Weg ins Frauenhaus sei erforderlich, um der Gewaltspirale zu entkommen und ein erster Schritt zur Selbstfindung.

 Heidemarie Hanauske, Geschäftsführerin des Awo-Kreisverbandes, hatte zu Beginn von einem „Wohlfühl-Termin“ gesprochen und neben Landrat Farr, die Kreisrätin Katharina Augath, die stellvertretende Landrätin Helma Hartmann-Grolm, die beiden SPD-Landtagsabgeordneten Karsten Becker und Grant Hendrik Tonne, die beiden Bürgermeister Reiner Brombach (Bückeburg) und Heinz Kraschewski (Auetal) sowie mehrere Abgeordnete des Kreistags und Stadtrats Bückeburg begrüßen können.

 „Sozialarbeit gibt es nicht zum Nulltarif“, erinnerte Hanauske. Zwar gebe es zahlreiche Ehrenamtliche, dennoch würden hauptberufliche Kräfte benötigt, auch für das Frauenhaus. „Hier wird eine wertvolle Arbeit geleistet“, betonte sie.

 Das Frauenhaus existiert seit 27 Jahren. Bis Ende 2013 sind hier laut Hanauske 1633 Frauen und 1540 Kinder betreut worden. „Wir konnten Würde und Selbstfindung zurückgeben, damit sie ein selbstbestimmtes Leben neu beginnen konnten“, so die Awo-Geschäftsführerin. Sie dankte den Künstlern, die Teile ihres Verkaufserlöses spendeten und Kuchen zum Verkauf mitgebracht hatten.

 Herbert Habenicht, Leiter der Berufsschule in Rinteln, benutzte während seines Vortrags Handpuppen, um deutlich zu machen, „dass der böse Wolf die gute Gretel fressen will – und dass die Awo das verhindert“. Ganz so einfach sei es dann doch nicht. Auch der Wolf habe seine guten Seiten. Es sei die Aufgabe der gesamten Gesellschaft und besonders auch der Schulen, „die grausamen Eigenschaften aus dem Wolf heraus zu bekommen“. Als Geschenk hat Habenicht ein von den Schülern der Abteilung Holztechnik unter Leitung von Heino Röwer selbst hergestelltes Puppentheater aus Holz überreicht.

 „Mit diesem Geschenk wird es uns gelingen, ein Lächeln auf die Gesichter der Kinder zu zaubern“, freute sich Gudrun Wolter, die Vorsitzende des Frauenhaus-Beirats, und eröffnete den diesjährigen Kunstbasar. Für die musikalische Umrahmung der Veranstaltung sorgte das Duo „Laviejoy“. mm

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