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„Kampf um die Kinder“ ist in vollem Gang

Bückeburg „Kampf um die Kinder“ ist in vollem Gang

Auch wenn es in der Kinder- und Jugendabteilung der Stadtfeuerwehr derzeit keine Nachwuchssorgen gibt: „Neue Leute kann man immer gebrauchen, und genug hat man sowieso nie. Denn wir müssen ja sehen, dass wir die Feuerwehr langfristig aufrecht erhalten“, berichtet deren Jugendfeuerwehrwart Christian Rust.

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Unter Anleitung von Melanie Krömer, stellvertretende Jugendwartin der Ortsfeuerwehr Meinsen-Warber, bastelten die Kinder kleine Feuerwehrfahrzeuge aus Pappe.

Quelle: wk

Bückeburg. Nicht ohne darauf hinzuweisen, dass es bei einigen Bückeburger Ortsfeuerwehren leider „nicht ganz so gut“ aussieht, was die Mitgliederstärke deren Kinder- und Jugendfeuerwehren betrifft.

 Ursächlich dafür seien unter anderem der demografische Wandel (sprich: die geringere Anzahl von Kindern innerhalb der Bevölkerung) sowie die Ganztagsschulen und die gestiegenen schulischen Belastungen der jungen Leute, ergänzt der Stadtjugendfeuerwehrwart Maximilian Vauth. Hinzu komme, dass sich viele Jungen und Mädchen aufgrund geänderten Freizeitverhaltens einfach nicht mehr für die Feuerwehr interessierten. Erschwerend sei zudem, dass die Kinderfeuerwehren keine Kinder unter sechs Jahren aufnehmen dürfen, während es diese vom Gesetzgeber vorgegebene Altersgrenze bei Vereinen nicht gebe.

 „Man muss sich also etwas einfallen lassen, um Kinder und Jugendliche für die Feuerwehr zu gewinnen“, erklärt er. So sei es beispielsweise wichtig, mit den von den Kinder- und Jugendfeuerwehren ausgerichteten Veranstaltungen in der Zeitung zu stehen und mit den jungen Leuten persönlich ins Gespräch zu kommen. Das Wichtigste sei aber eine gute Mund-zu-Mund-Propaganda derjenigen Kinder und Jugendlichen, die bei solchen Aktivitäten etwas Positives erlebt hätten und ihren Freunden begeistert davon berichteten. Denn um es deutlich zu sagen: Der „Kampf um die Kinder“ habe auch bei den mit der Feuerwehr konkurrierenden Vereinen, die vor den gleichen Problemen stünden, schon lange begonnen.

 Vor diesem Hintergrund haben dieser Tage mehrere Kinder- und Jugendfeuerwehren aus Bückeburg und den umliegenden Ortsteilen eine gemeinsame Ferienspaßaktion ausgerichtet, um Jungen und Mädchen für eine aktive Mitgliedschaft zu interessieren. Ort des Geschehens war der Standort der Feuerwehr Bückeburg-Stadt. Auf dem Programm standen „Wasserspiele“, Basteleien, Demonstrationen von technischem Gerät und eine Besichtigung der Feuerwehrfahrzeuge sowie die Vorführung einer Spraydosenexplosion und einer noch spektakuläreren Fettexplosion. Letztere passiert, wenn fälschlicherweise versucht wird, in Brand geratenes Fett (beispielsweise in einer Bratpfanne) mit Wasser zu löschen.

 Mit der Resonanz auf diese Ferienspaßaktion, an der mehr als 20 junge Leute teilnahmen, zeigte sich Christian Rust durchaus zufrieden: „Wenn jede Ortsfeuerwehr davon auch nur ein bis zwei Kinder als Neumitglieder gewinnen sollte, dann wäre das schon mehr als super.“wk

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