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Kater von Schrotkugeln durchlöchert

Tierheim erstattet Anzeige gegen unbekannt Kater von Schrotkugeln durchlöchert

Als Tierschützer muss man sich über kurz oder lang ein beträchtliches sprichwörtliches Fell zulegen, um nicht angesichts des miterlebten Tierleids irgendwann selbst seelischen Schaden zu erleiden. Was jetzt jedoch einem Jungkater in Steinbergen widerfahren sein muss, ließ selbst einer erfahrenen Tierschützerin wie Monika Hachmeister, Vorsitzende des Tierschutzvereins Bückeburg-Rinteln, den Atem stocken.

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Die Röntgenbilder zeigen die vielen Schrotkugeln im Körper des Katers (weiße Punkte), der jetzt im Tierheim Bückeburg aufgepäppelt wird – wenn nicht alle Hilfe zu spät kommt. 

Quelle: pr.

Bückeburg/Steinbergen (jp). Vor knapp zwei Wochen wurde ein Ehepaar aus dem Rintelner Ortsteil auf einen Kater aufmerksam, als dieser sich mehrmals auf dem Grundstück aufhielt und einen kranken und hilflosen Eindruck machte. Mit Hilfe einer Lebendfalle wurde der Vierbeiner eingefangen und ins Bückeburger Tierheim gebracht.

Dort glaubte man zunächst, der weiß-braun getigerte Kater sei das Opfer eines Verkehrsunfalls geworden und habe sich dabei insbesondere die Vorderläufe verletzte. Umso entsetzter fiel die Reaktion bei den Bückeburger Tierschützern aus, als das Röntgenbild eine große Menge Schrotkugeln im Körper des Tieres zutage förderte. Nicht nur der Kopf, auch der Rumpf und die Vorderläufe des Katers steckten voll mit den Miniaturgeschossen. Vor allem, dass die meisten Schrottkugeln im Kopf stecken, macht Monika Hachmeister schlicht fassungslos: „Das Tier muss direkt vor dem Täter gestanden und ihn angeschaut haben, als dieser abdrückte.“

Kaum vorstellbar seien die Schmerzen, die Bob – so wurde der Kater mittlerweile im Bückeburger Tierheim getauft – seitdem erlitten haben muss. Die Möglichkeit, dass ein Jagdpächter für den Schrotschuss auf den Kater verantwortlich ist, hält Monika Hachmeister für nicht sehr wahrscheinlich. Formal sind Jagdpächter laut niedersächsischem Jagdgesetz berechtigt, wildernde Katzen in einer bestimmten Entfernung von der vorhandenen Wohnbebauung abzuschießen.
Doch Bob wurde direkt in Steinbergen nahe der Kirche gefunden. Ein Jagdpächter hätte außerdem sofort eine Nachsuche gemacht, um dem verletzten Tier unnötige Qualen zu ersparen. Die Vorsitzende des Tierschutzvereins Bückeburg-Rinteln ist daher überzeugt: „Hier hat sich ein brutaler Sadist an einem hilflosen Tier ausgetobt.“

In den nächsten Tagen soll versucht werden, dem Kater unter Narkose die Schrotkugeln aus dem Körper zu entfernen. Ob es allerdings gelingt, Bob zu retten, ist derzeit noch völlig ungewiss. Auf jeden Fall wird der Tierschutzverein Bückeburg-Rinteln bei der Polizei Anzeige gegen unbekannt wegen Tierquälerei erstatten.

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