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Kaum Platz für neue Wünsche

Bückeburg / Ratsausschusses für Kultur und Tourismus Kaum Platz für neue Wünsche

Nicht nur bei Stadtkämmerer Reiner Wilharm zeichneten sich Sorgenfalten auf der Stirn ab. Auch die Mitglieder des Ratsausschusses für Kultur und Tourismus taten sich sichtlich schwer damit, neue Zuschussanträge positiv zu bescheiden.

Von Karsten Klaus

Bückeburg. Kernfrage bei den Haushaltsberatungen im Ausschuss: Wieviel Kultur- und Tourismusförderung will (und kann) sich Bückeburg leisten? Immerhin handelt es sich um freiwillige finanzielle Leistungen – und für diese wird der Spielraum immer enger.

 Wilharm hatte klar gemacht, dass der Haushaltsentwurf 2014 „sehr knapp gestrickt“ sei. Um einen ausgeglichenen Etat vorlegen zu können, soll der Umfang im Vergleich zum Vorjahr nur minimal erhöht werden. Unausgesprochene Schlussfolgerung: Da ist für größere Begehrlichkeiten im vom Ausschuss verantworteten Ressort kein Platz. Folglich verzichteten die Mitglieder auf klare Stellungnahmen zu den noch nicht verbuchten Wünschen. Diese sollen nun in den Fraktionen behandelt werden.

 Der Kulturverein bittet um eine Erhöhung des Personalkostenzuschusses von 11000 auf 15000 Euro. Begründung: Geschäftsführerin Johanna Woydt erledige auch städtische Aufgaben in der Touristinformation mit. Auch der neue Trägerverein des Museums möchte mehr Geld. 75000 Euro sind beantragt, nur 60000 Euro vorgesehen. Damit sollen die Mitarbeiter in Anlehnung an Tarifverträge besser bezahlt werden. Im Vergleich dazu treten die weiteren Wünsche in der Höhe deutlich zurück. 6000 statt 3000 Euro möchte die Projektgruppe, die sich mit der Aufarbeitung der Ortsgeschichte im Dritten Reich befasst. 1800 Euro benötigt der Verein zum Erhalt historischer Feuerwehrfahrzeuge, um ein altes Tanklöschfahrzeug durch den TÜV zu bringen. Schließlich hat das Hubschrauberzentrum den Erlass der Pacht in Höhe von 1000 Euro für das Museum beantragt. Zumindest hier war der Ausschuss sich einig, dass kein Präzedenzfall geschaffen werden darf. Geschlossene Verträge müssten bestehen bleiben. Wenn man dem Verein entgegenkommen wolle, müsse dies in Form eines Zuschusses geschehen.

 Betrachtet man die „Standardansätze“, bewegen diese sich weitgehend auf dem Niveau der Vorjahre. Das bedeutet zum Beispiel 60000 Euro für das Heimatmuseum und 130000 Euro für die Musikschule.

 Interessant erscheinen einige angedachte Investitionen. So soll erneut geprüft werden, ob der bereits vor Jahren von den Heeresfliegern zur Verfügung gestellte ausgemustere Hubschrauber (wir berichteten) im öffentlichen Raum aufgestellt werden soll. 25000 Euro sind schon einmal für ein passendes Fundament vorgesehen. Für 5500 Euro soll die Stadtbücherei ein neues Ausleihsystem für E-Books erhalten. Zumindest die Folgekosten von 1100 Euro im Jahr sollen durch neue Gebühren wieder hereinkommen.

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