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Kein Glühwein-Wetter

Vor der Bescherung in Bückeburgs Kneipen Kein Glühwein-Wetter

Dass man sich am Vormittag des Heiligen Abends mit Freunden in geselliger Runde trifft, ist in Bückeburg schon seit Jahren lieb gewonnene und gern gepflegte Tradition.

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Ein echter Hörgenuss

Volksfeststimmung herrscht vor dem „Bistro“.

Quelle: jp

Bückeburg. Dass dies aber bei Witterungsbedingungen geschieht, die mehr an Frühsommer denn an Dezember erinnern, dürfte selbst in der an Wetterkapriolen zur Winterszeit gewöhnten Fürstenresidenz ein Novum gewesen sein.

 Bei Sonne, blauem Himmel und frühlingshaften Temperaturen von über 15 Grad Celsius waren Pelzjacken, Schals und warme Mützen am Heiligen Vormittag dieses Jahres ebenso abgemeldet wie Heizpilze – und egal, wo man sich traf: Das kühle Helle, der Sekt und der Hugo schmeckten eindeutig besser als der Punsch und der Glühwein.

 Der launigen Wiedersehensfreude tat das Wetter indes keinen Abbruch, eher im Gegenteil: Vielmehr schienen die so ganz und gar nicht weihnachtlichen Temperaturen die Heimkehrer von Studium, Bundeswehr oder auswärtiger beruflicher Tätigkeit noch pünktlicher auf die Beine und in die Kneipen zu bringen. Im „Minchen“ wurde da bereits am frühen Vormittag nach Leibeskräften gewichtelt: Bei diesem aus Skandinavien stammenden Brauch (der in seiner Heimat Julklapp genannt wird) wird sich in launiger Runde gegenseitig beschenkt, beispielsweise mittels eines Würfelwurfes.

 Keinerlei Probleme mit den vergleichsweise hohen Temperaturen und zugleich den weitesten Anreiseweg dürfte Marie-Louise Hesse gehabt haben: Die 28-jährige Obernkirchenerin hat mittlerweile nicht nur ihr berufliches Glück als Tierärztin in Afrika gefunden, sondern auch ihr privates: Zur vormittäglichen weihnachtlichen Wiedersehensfeier im Kreise ihrer ehemaligen Mitschülerinnen vom Gymnasium Adolfinum Bückeburg (Abi-Jahrgang 2007) brachte sie ihren Verlobten Brendan Ratcliffe mit. Und dieser konnte sich dann vor dem „Bistro“ gleich ein sehr anschauliches Bild davon machen, wie die Deutschen dem Fest der Liebe geradezu Volksfestcharakter zu verleihen wissen.

 Auch die Familie von Schaumburg-Rangers-Trainer Hanno Röwer fand sich wie in jedem Jahr in großem Freundeskreis zum vorweihnachtlichen Frühschoppen in der Fußgängerzone ein, allerdings erstmals ohne vorgeschalteten Kinobesuch im nahen Residenz-Kinocenter. Warum das? Ganz einfach: „Es lief zum ersten Mal kein Weihnachtsfilm.“

 Eine echte Legende war einmal mehr nebenan am Zapfhahn des historischen Wirthauses „Zur Falle“ zu erleben: Wie seit 2009 unverbrüchliche Tradition ließ es sich „Fallen-Fritz“ alias Fritz Wegener auch in diesem Jahr nicht nehmen, zu Beginn des Heiligabend-Frühschoppens selbst am Zapfhahn zu stehen, um anschließend an gleicher Stelle noch mit Ehefrau Helge und diversen Verwandten, Freunden und Fans in das Weihnachtsfest hineinzufeiern – darunter auch Neffe Martin Zerner, 1987 Abiturient mit der Traumnote 1,0 am Gymnasium Adolfinum, heute Mathematik-Professor an der Universität Tübingen.

 Hochmusikalisch ging es in der „Hofapotheke“ zu, wo das Duo „Little Jazz“ – bestehend aus Helmut Rinne und Christoph von Storch – nicht nur von Uli Schulz aus Bünde an der Trompete „geholfen“ wurde, sondern auch vom Christkind in Gestalt von Bassist Martin Hohmeier, der nun einmal am Heiligabend Geburtstag hat. Unterstützt wurde das Quartett dabei von einer Vielzahl jüngster und zugleich hoch motivierter Mitmusiker aus den Reihen des Publikums. jp

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