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Kein Halbgott im Frack

Justus Frantz spielt in Bückeburg mit jungen Musikern Kein Halbgott im Frack

Kein Halbgott im Frack: Einem Weltstar ganz nah sein. Das gibt’s nicht jeden Tag. Für rund 300 Kinder ist dieser Wunsch im Bückeburger Schloss in Erfüllung gegangen. Sie erlebten einen Justus Frantz auf Augenhöhe und in Plauderlaune.

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Bestaunt von den Kindern gibt Justus Frantz eine Kostprobe seines Könnens und zeigt, wie er ein Butterbrot auf dem Klavier „schmiert“.

Quelle: mig

Bückeburg. Frantz (70) gehört zu den bekanntesten Pianisten und Dirigenten unserer Zeit. Dass er immer noch nicht genug hat, das zeigt sein großes Engagement in Sachen „Klassik für Kids“. Klassische Musik sei für die Jugend wichtig, „sie prägt die Kindheit. Oft habe ich mir überlegt: Was kann ich tun, um Kinder und Jugendliche an klassische Musik heranzuführen?!“ Von Freunden habe er erfahren, Kinder seien heute schon so uninteressiert an klassischer Musik, dass sie gar nicht mehr nicht in solche Konzerte gehen wollten. Er selbst habe ganz andere Erfahrungen gemacht: Das Gegenteil sei der Fall. „Kinder und Jugendliche lechzen geradezu danach, dass wir ihnen auch die Schönheit differenzierterer und komplizierterer Zusammenhänge zeigen.“

 Wie ernst es dem umtriebigen Dirigenten und Pianisten damit ist, ist im Schloss zu beobachten. 300 Kinder zu bändigen – das gelingt nicht jedem. Dem Starpianisten schon. Von Beginn an nimmt er seine kleinen Zuhörer ernst, er geht auf jede Frage ein und bleibt auf Augenhöhe. Schnell wird an diesem Nachmittag deutlich: Der weltbekannte Dirigent ist nicht nur ein guter Musiker, sondern auch ein guter Pädagoge.

 Als wäre er dabei gewesen, spricht er vom kleinen Mozart, der als kleines Kind die Tinte umschmiss und fast einen Klaps auf den Hosenboden bekommen habe. Dass Grünschnabel Mozart eigentlich nur seine Partitur weiterschreiben und damit seinem Vater helfen wollte, stellt sich erst später heraus. Wie das eigene Befinden Eingang in die Komposition finden kann, zeigen dann einige Takte Mozart.

 Außer zahlreichen Anekdoten hat Frantz aber auch viel Musik mitgebracht. Immer wieder setzt er sich ans Klavier und spielt Stücke von Mozart, Beethoven oder Chopin. Sichtlich am besten gefällt den Kindern ein Jugendwerk Mozarts, Titel: „Das Butterbrot“. „Kann man auf einem Klavier ein Butterbrot streichen?“ fragt der Maestro. Eine ganze Kinderschar darf nach vorne kommen, um das auszuprobieren, doch nur Paula hat die Traute, sich an den Steinweg zu setzen. „Einfach mit dem Nagel darüberstreichen, sonst tut es weh“, sagt Frantz, zeigt wie es geht.  mig

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