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Keine Klassenfahrten mehr ab Schuljahr 2014?

Bückeburg / Adolfinum Keine Klassenfahrten mehr ab Schuljahr 2014?

Halloweenparty, Adventsmarkt und Weihnachtstheaterfahrt sind Ereignisse, die das Schulleben am Gymnasium Adolfinum Bückeburg seit Jahren prägen. „Vorbereitung und Durchführung kosten zusätzliche Zeit, die Arbeit ist nur teilweise durch die Pflichtenstundenzahl abgedeckt“, heben beteiligte Lehrkräfte hervor.

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 Personalrätin Sabine Fischer nimmt kein Blatt vor den Mund beim Lagebericht.

Quelle: pr.

Bückeburg. Nun hat ein großer Teil des Kollegiums in einer Personalversammlung der Lehrkräfte ohne Gegenstimme bei acht Enthaltungen kundgetan, für diese besonderen Aktivitäten im laufenden Jahr nicht mehr zur Verfügung zu stehen, um so „ein deutliches Zeichen gegen die Pläne der Landesregierung zu setzen“.

 Sabine Fischer vom Personalrat der Schule hatte zuvor auf der Versammlung – nicht zu verwechseln mit dem Schulgremium Gesamtkonferenz – noch einmal dargelegt, welche Verschlechterungen für die Lehrkräfte zu erwarten seien, wenn die Pläne verwirklicht werden. Die Erhöhung der Pflichtstundenzahl und die Verminderung der Altersermäßigung standen im Mittelpunkt der Kritik. Hingewiesen wurde auch auf die fehlenden Neueinstellungen junger oder jüngerer Lehrkräfte.

 Lutz Pfeiffer berichtete von Maßnahmen einzelner Gymnasien in der Landeshauptstadt. Die Zahl der Schulen, die Klassenfahrten und Kursfahrten streichen, sei nach den Worten des Politiklehrers deutlich angestiegen.

 Trotz der Befürchtung, dass viele Eltern und Schüler die Argumentation der Pädagogen und die Schritte der Gegenwehr nicht gutheißen dürften, formulierte eine klare Mehrheit der versammelten Kollegen auch die Absicht, im kommenden Schuljahr auf mehrtägige Fahrten zu verzichten, soweit sie nicht schon gebucht sind oder zum Seminarfachprogramm gehören. Mehrere Befürworter solcher Maßnahmen machten deutlich, dass sie sich „in einer persönlichen Zwickmühle fühlen“, gerade wenn es um Projekte und Aktionen geht, in die auch Schüler viel Arbeit investieren oder die von besonderer pädagogischer Bedeutung sind. Man hoffe nun auf die Solidarität von Eltern und Schülern, die sich für „echte Schulqualität starkmachen“ und sich mit den Lehrkräften für die Erhaltung des Status quo engagieren, hieß es in der Versammlung.

 Schulleiter Michael Pavel erklärte in der Versammlung auf Nachfrage, er teile die Entrüstung der Kollegen in Sachen Arbeitszeit, sei aber aus prinzipiellen pädagogischen Erwägungen heraus gegen Maßnahmen im Fahrtenbereich. Pavel kündigte eine Schülervollversammlung an, die unmittelbar nach den Herbstferien stattfinden soll, um die notwendigen Informationen zu vermitteln. Daran wird auch der Personalrat beteiligt sein. Auf einer weiteren Versammlung sollen dann direkt nach den Ferien auch interessierte Eltern informiert werden.

 Mit Blick auf die Maßnahmen in der Zeit vor Weihnachten machte nicht nur der Schulleiter auf der am selben Tag stattfindenden Gesamtkonferenz des Adolfinums deutlich, dass Aktionen wie der Adventsmarkt auch von Eltern und Schülern allein organisiert und durchgeführt werden könnten. Die Betroffenheit einzelner Schülervertreter angesichts der neuen Situation war zu spüren, zumal dort gerade die versammelt waren, die sich als Schüler mächtig ins Zeug legen für ihre Schule. r

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