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Bückeburg Stadt Keine Krise der Lesekultur
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00:17 08.12.2016
In der Bücherwelt zu Hause: Teilnehmer und Juroren. Quelle: pr.
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Bückeburg

Von einer Krise der Lesekultur war auf jeden Fall nichts zu spüren, als die Klassenbesten des sechsten Jahrgangs mit einem Kinderbuch in der Hand zum Finale antraten. Alexa Helfrich (Klasse 6.5), Silas Biskup (Klasse 6.3) und Henrike Spier (Klasse 6.2) waren ebenfalls mit von der Partie. Die Kinder hatten Passagen mit heiteren und verwickelten Handlungen ausgewählt, mal ging es spannend zu durch zügig geführte Handlung und Bedrohliches, mal stand eine ulkige Figur im Vordergrund oder Phantastisches. Die fünf Bücherfreunde verstanden es, mit wenigen Hinweisen in das Werk einzuführen.

In der Jury saßen neben den fünf Zweitplatzierten der sechsten Klassen die Buchhändlerinnen Maria-Rosa Pruneddu und Kerstin Lorenzen. Sie hatten wieder großzügige Buchspenden der Buchhandlungen Frommhold und Scheck im Gepäck. Alle Teilnehmer konnten später nach einem Titel ihrer Wahl greifen, man sah nur strahlende Gesichter. In der Jury durfte Christine Busch als Leiterin der Bücherei des Adolfinum ebenso wenig fehlen wie Manuela Reichardt, die Fachfrau für Deutsch. Mareike Warner hatte als Organisatorin der Veranstaltung natürlich auch Stimmrecht.

Die Juroren machten kein Hehl daraus, wie schwierig es ist, der Leistung gerecht zu werden. Korrekt zu lesen, ist schließlich nur der Anfang. Silas Biskup, der Drittplatzierte, wagte immer wieder den Blick zum Auditorium. David Petrov zeigte Gespür für Atmosphäre und Mut zum Innehalten. Die Siegerin schließlich muss Figuren nicht lange kennen, um sie lebendig sprechen und handeln zu lassen, ohne dass die Grenzen zum Schauspiel verwischt werden. „Letzten Donnerstag habe ich die Welt gerettet“ von Antje Herden bot als Überraschungstext reichlich Gelegenheit.

Clara Kaiser kann beim Kreisentscheid in Stadthagen zeigen, was eine sichere, tragende Leserstimme ausmacht. r

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