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Keine Waffen in Kinderhand

Tag der Bundeswehr Keine Waffen in Kinderhand

Beim jüngsten „Tag der Bundeswehr“ am Internationalen Hubschrauberausbildungszentrum (IHAZ) ist Kindern keine Waffe in die Hand gegeben worden. Zumindest sei kein solcher Fall bekannt, betont IHAZ-Presseoffizier Michael Baumgärtner.

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Quelle: pr.

Bückeburg. Anders im baden-württembergischen Stetten, wo entsprechende Bilder vom Wochenende für Schlagzeilen gesorgt hatten. Dennoch gibt es auch Kritik an den Verantwortlichen in Bückeburg.

Scharfe Kritik an den Medien

So hat sich Gewerkschaftssekretär Steffen Holz (DGB Region Niedersachsen-Mitte) am Dienstag öffentlich über die IHAZ-Veranstaltung empört: „In Achum gibt man sich erst gar nicht mit Handfeuerwaffen ab, sondern führt Säuglinge und Kleinkinder gleich an militärische Großkampfgeräte, die unter das Kriegswaffenkontrollgesetz fallen“, schimpft Holz mit Blick auf Bilder von Kindern, denen es gestattet war, in und auf ausgestellte Panzer zu klettern. In seiner Presseerklärung attackiert er auch die Medien scharf für deren „unkritische“ Berichterstattung.

Erschreckend finde er „die in diesem Kontext merkwürdig wirkenden Kommentare von Ministerpräsident Weil, Landrat Farr und Bürgermeister Brombach“. In einem Brief an die Bundestagsabgeordnete Katja Keul fordert der Gewerkschafter die Grünen-Politikerin unter anderem auf, „das Thema im Verteidigungsausschuss auf die Tagesordnung zu setzen“.

Klare Anweisungen im Vorfeld

Beim IHAZ dürften die Angriffe von Holz auf Unverständnis stoßen. Den Organisatoren sei die Problematik und Weisungslage im Vorfeld durchaus bewusst gewesen, erläutert Presseoffizier Baumgärtner. Bei den Einweisungen seien den Soldaten im Vorfeld klare Anweisungen erteilt worden, dass die Waffen nicht in die Hände von Personen unter 18 Jahre gegeben werden, unterstreicht der Oberstleutnant und sagt weiter: „Wir haben intensiv belehrt. Wir gehen davon aus, dass sich jeder daran gehalten hat.“ Bisher sei ihm nicht bekannt, dass gegen die Anweisungen verstoßen worden sei.

Am Stand der Waffenschmiede Heckler & Koch hätten die dort Verantwortlichen mit einem großen Hinweisschild darauf verwiesen, dass Waffen nicht in die Hände von unter 18-Jährigen gegeben werden dürfen, so Baumgärtner weiter.

Die dort gezeigten Waffen waren mit Sicherungsdrähten vor unberechtigten Zugriffen geschützt, wurden aber Besuchern in die Hand gegeben, wenn zum Beispiel jemand Zielübungen machen wollte – etwa mit dem umstrittenen Sturmgewehr G36.

Kinder hantieren mit Gewehren

Wie berichtet, soll beim parallel veranstalteten „Tag der Bundeswehr“ in Stetten Kindern Zugang zu Waffen gewährt worden sein. Das dokumentieren Fotos, auf denen Minderjährige mit Gewehren hantieren. Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen teilte gestern mit, dass künftig beim „Tag der Bundeswehr“ keine Handwaffen zum Anfassen mehr präsentiert werden sollen. rc, mf

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