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Kellerbrand im Mehrfamilienhaus

Feuerwehrgroßeinsatz in Bückeburg Kellerbrand im Mehrfamilienhaus

Ein Kellerbrand in einem Mehrfamilienhaus auf der Maschstraße in Bückeburg beschäftigte die Ortsfeuerwehren in der Nacht. Ein Hausbewohner hatte das Feuer gegen 1.15 Uhr bemerkt, den Notruf gewählt und alle Bewohner des Hauses geweckt. Die Feuerwehren aus Bückeburg-Stadt, Cammer, Evesen und Röcke waren im Einsatz.

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Quelle: Polizei

BÜCKEBURG. Zum Zeitpunkt des Brandes befanden sich zehn Personen im Wohnhaus, wovon vier Personen über Leitern der Feuerwehr von Balkonen auf der rückwärtigen Seite des Hauses gerettet wurden, da das Treppenhaus stark verqualmt war. Nur wenige Atemzüge in dem tief schwarzen Rauch hätten den Tod für die Bewohner bedeutet, heißt es in einer Pressemitteilung der Feuerwehr. „Schlimmeres verhindert haben Rauchmelder in den Wohnungen“, berichtet der Bückeburger Ortsbrandmeister Oliver Witt. Durch diese kleinen Lebensretter wurden die Mieter rechtzeitig vor der Gefahr gewarnt.

Der Rauchmelderton war auch von Witt wahrzunehmen, als er mit dem Kommandowagen an der Einsatzstelle ankam. Aus allen Öffnungen drang zu diesem Zeitpunkt dichter Brandrauch und hüllte wohl die gesamte Kreuzung Maschstraße/ Friedrich Bach Straße ein. Nach dem Eintreffen der Feuerwehreinsatzkräfte wurde sofort ein Löschangriff aufgebaut und der erste Atemschutztrupp ging in das verrauchte Treppenhaus vor. Die Brandbekämpfer hatten nach Angaben der Feuerwehr größte Mühe voran zu kommen, da die Sicht nur wenige Zentimeter betrug. Beim Vorgehen in den Keller trafen zwei Feuerwehrleute auf einen verletzten Mann, dieser wurde auf dem Haus gebracht und von Kräften des Rettungsdienstes versorgt. Um die Wohnungen zu kontrollieren, brachte die Feuerwehr eine Drehleiter in Stellung. Auf der Rückeseite des Gebäudes warteten drei Personen auf Balkonen auf ihre Rettung. Sie wurden durch die Einsatzkräfte mittels tragbarer Leitern gerettet. Die übrigen Bewohner hatten es aus eigenen Kräften ins Freie geschafft.

Überflutung des Kellers

Die Bewohner des Mehrfamilienhauses klagten über gesundheitliche Beeinträchtigungen und wurden mit dem Verdacht einer Rauchgasintoxikation in die umliegenden Krankenhäuser gebracht. Unter den Opfern befanden sich auch zwei Kleinkinder, die nach einer ambulanten Behandlung zwischenzeitlich wieder entlassen werden konnten. Auch eine Katze wurde von den Einsatzkräften gerettet.

Kurz nach 2 Uhr war das Feuer unter Kontrolle, die Nachlöscharbeiten dauerten noch eine weitere Stunde an. Während der Nachlöscharbeiten musste der gesamte Kellerraum leer geräumt werden.  Schwierigkeiten bereitete den Einsatzkräften das Wasser. Denn durch den Brand war im Keller ein Wasserrohr geborsten, und sorgte für eine Überflutung der Kellerbereiche. Zum anderen gefror das Wasser auf der Straße, aufgrund des nächtlichen Frostes, und sorgte für gefährliche Rutschbahnen.

Mit der Nachbereitung des Einsatzes konnten die ehrenamtlichen Einsatzkräfte erst nach 5 Uhr den Heimweg antreten.
Im Einsatz waren 25 Fahrzeuge mit insgesamt 68 Feuerwehrleuten, vier Polizeibeamten, 17 Kräfte des Rettungsdienstes, darunter zwei Notärzte und zwei leitende Notärzte beteiligt.

Polizei ermittelt

Das Brandobjekt wurde noch in der Nacht von der Polizei für Folgeermittlungen beschlagnahmt. Derzeit gilt das Wohnhaus als unbewohnbar. Brandexperten des Kriminalermittlungsdienstes der Polizei Bückeburg haben die Ermittlungen in den frühen Morgenstunden aufgenommen. Nach Angaben eines Sprechers der Polizei kann eine Selbstentzündung beziehungsweise ein technischer Defekt ausgeschlossen werden. Die Ermittlungen wegen Brandstiftung wurden eingeleitet. Ob es sich hierbei um Fahrlässigkeit oder eine vorsätzliche Tat handle, müsse noch geklärt werden.   r

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