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Kinder verhandeln mit Kunden, Eltern verkaufen Kuchen

Bückeburg / Flohmarkt der Grundschule am Harrl Kinder verhandeln mit Kunden, Eltern verkaufen Kuchen

Fabian, Julian, Jonas, Marieke und Sören von der Grundschule am Harrl sind zufrieden. Auf dem Flohmark der Schule am Freitagnachmittag konnten sie Spielsachen, Bücher oder Gesellschaftsspiele verkaufen. Zudem hatten die Grundschüler viel Spaß daran, mit den Besuchern zu verhandeln.

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Fabian, Julian, Jonas, Marieke und Sören zeigen gutes Verhandlungsgeschick auf dem Flohmarkt. Ihre erzielten Verkaufserlöse können sie behalten.

Quelle: tla

Bückeburg (tla).  „Es ist der erste Basar, den die Kinder ausrichten. Sie mussten eine Art Standgebühr bezahlen, aber den Verkaufserlös können sie behalten“, sagt Ulrike Engelke, Mitgründerin der Elterninitiative „Respekt macht Schule“. Der Erlös des Kuchenbüfetts kommt dem Projekt „Mensch ärgere mich nicht“ zugute.

 Insgesamt 25 Stände waren auf den Fluren und in Klassenzimmern der Grundschule aufgebaut. Unterstützt wurden die jungen Verkäufer von Eltern, Lehrern, Freunden und Bekannten. Ulrike Engelke zeigte sich über die allgemeine Resonanz trotz des Frühjahrsmarkts und des guten Wetters ganz glücklich. Zudem war sie stolz auf die Kinder, „weil nicht jeder der Schüler mochte sich von seinen Spielsachen trennen.“

 Gemeinsam mit der Erzieherin und Diakonin Anne Struckmann sowie Sozialarbeiterin Britta Kunze stellte Engelke auf Wunsch von Gästen des Flohmarkts das Projekt „Mensch ärgere mich nicht“ vor, welches es erst seit Mitte Februar an dieser Grundschule gibt. Dafür wurde ein sozialer Trainingsraum eingerichtet. Hier können die Schülerinnen und Schüler soziale Kompetenzen trainieren. „Dieses Konzept ist an Grundschulen relativ neu. An mehreren weiterführenden Schulen gibt es so etwas schon länger“, so Engelke. Das Trainingsraum-Programm geht von dem Grundsatz des gegenseitigen Respekts aus. Das heißt: In der Gemeinschaft und im Zusammenleben mit anderen Kindern existieren bestimmte Regeln.

 Durch dieses Konzept können die Kinder unter anderem ihre kommunikativen Kompetenzen sowie ihre Kontaktfähigkeit verbessern und die Eigenverantwortung stärken. „Uns ist es wichtig, dass wir mit den Schülern gemeinsam Lösungen für ein besseres Auskommen finden. Der Trainingsraum soll nicht als Strafe empfunden werden“, betonte Engelke.

 Nach einem Monat konnte sie ein positives Fazit ziehen. Finanziert wird das Projekt von verschiedenen Stiftungen und Schaumburger Unternehmen. Deshalb waren die Veranstalter des Flohmarkts auch sehr erfreut über die Tatsache, dass sie insgesamt 415 Euro (Einnahmen von Kuchenbüfett und Standgebühr) erzielen konnten.

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