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Kinderbetreuung soll deutlich teurer werden

Bückeburg / Familien- und Jugendausschuss Kinderbetreuung soll deutlich teurer werden

Die Beiträge für die Kinderbetreuung in Bückeburg stehen vor einer weiteren deutlichen Steigerung. Im öffentlich tagenden Familien- und Jugendausschuss konnte die Verwaltung zwar noch keine absoluten Zahlen präsentieren, doch nach ihrer Vorstellung sollen die Beiträge im Jahr 2017 etwa 20 Prozent der Kosten für die Kindertagesstätten betragen.

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Für die Betreuung in ihren Kindertagesstätten möchte die Stadt Bückeburg in Zukunft deutlich mehr Geld nehmen.

Quelle: Symbolfoto (dpa)

von Jakob Gokl Bückeburg. Von Jakob Gokl

Bückeburg. Derzeit liegt der Wert bei etwa 15 Prozent, erklärt Fachgebietsleiter Christian Schütte. Im Jahr 2015 soll in einem ersten Schritt der Beitrag auf 17 Prozent steigen. Schütte betonte zwar, dass laut dem Verwaltungsentwurf jeder Betroffene etwa zwei Prozent mehr zahlen muss. Doch damit wird er der Realität der Beitragszahler nicht ganz gerecht. Bei einer Erhöhung der Kostendeckung der Gebühren von 15 auf 17 Prozent würden die Kosten für die Kinderbetreuung für Eltern in Bückeburg im Durchschnitt um 13,3 Prozent steigen.

Bei einem ganztägig betreuten Kind würden die Kosten von derzeit monatlich 175 Euro im nächsten Jahr auf monatlich 198 Euro steigen, bis ins Jahr 2017 dann auf monatlich 233 Euro. Auf das ganze Jahr gerechnet würde 2017 eine ganztägige Kindergartenbetreuung statt 2100 Euro somit 2800 Euro kosten.

Im Familien- und Jugendausschuss erklärte Schütte, die meisten Kommunen liegen bei der Kostendeckung durch Elternbeiträge über den 20 Prozent. Es gebe auch noch einen alten Beschluss, nach dem eine Drittelung der Kosten angestrebt sei, also ein Drittel Elternbeiträge (das wäre von derzeit 15 Prozent eine Verdoppelung), ein Drittel aus städtischen Mitteln und ein Drittel vom Land. Derzeit zahle aber den größten Brocken die Stadt Bückeburg, sagte Schütte.

Eine Erhöhung auf 17 Prozent sei also „wirklich im vertretbaren Bereich“, betonte Schütte vor den Ausschussmitgliedern. Im Haushaltsvorschlag sei die Gebührenanpassung bereits eingerechnet. Die Summe, die laut Schütte derzeit lediglich eine „Pauschalsumme“ sei, wollte er allerdings auf Anfrage unserer Zeitung nicht nennen, da sie nicht öffentlich sei und vom Rat auch jederzeit wieder gekippt werden könne. Man wolle niemanden beunruhigen.

Zunächst muss die geplante Gebührenerhöhung noch den Weg durch die Ausschüsse absolvieren: Voraussichtlich kommende Woche geht es in den Kindergartenbeirat, der ebenfalls Empfehlungen abgeben kann. Dann geht es zurück in den Jugendausschuss.

Die Erhöhung der Kindergartengebühren auf 20 Prozent hat schon einen langen Weg hinter sich. Schon 2013 beschäftigten sich die Ausschüsse und Fachgebietsleiter Christian Schütte mit dem Thema. Damals wollte man von einem von Schütte favorisierten schnellen Vorgehen nichts wissen.

Im August 2013 wurden die Gebühren schließlich auf den derzeitigen Wert angehoben. Das war schon damals ein großer Kostensprung. So stieg der Beitrag von 85 Euro für eine sechsstündige Betreuung auf 145 Euro – ein Anstieg von 70,6 Prozent.

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