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Kinderkrippe soll in den Seniorentreff

Anspruch sorgt für Umbrüche Kinderkrippe soll in den Seniorentreff

Der gesetzliche Anspruch von Eltern auf die Bereitstellung eines Krippenplatzes für Kinder im Alter zwischen einem bis drei Jahren sorgt für weitere Umbrüche in der Bückeburger Kindergartenlandschaft.

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Für eine Übergangszeit muss der Seniorentreff Röcke einer neuen Krippengruppen der „Pusteblume“ weichen, damit die Stadt den gesetzlichen Anspruch der Eltern erfüllen kann.

Quelle: bus

Bückeburg. Neben dem Bau einer neuen Kinderkrippe bis Ende 2016 mit 45 Plätzen für 1,46 Millionen Euro, um den stetig steigenden Bedarf nach Krippenplätzen zu lösen, sind kurzfristige Lösungen notwendig, um bis zu 18 Eltern bereits ab 1. August einen Krippenplatz für ihre Sprösslinge zur Verfügung stellen zu können.

Dafür soll der Seniorentreff in Röcke geschlossen und die Räumlichkeiten vorübergehend dem im gleichen Gebäude untergebrachten Städtischen Kindergarten „Pusteblume“ zur Verfügung gestellt werden, damit 15 zusätzliche Krippenplätze zur Verfügung stehen. Das hat in Röcke bereits für einige Unruhe gesorgt, da der Seniorentreff täglich auch von anderen Gruppen aus Röcke oder der ehemaligen Großgemeinde genutzt wird. „Wo sollen die hin?“, war eine häufig gestellte Frage, als der Ausschuss für Jugend und Familie bei seiner jüngsten Sitzung über das Thema diskutierte.

„Wir brauchen die Lösung eines akuten Problems, wir brauchen schnellstmöglich eine günstige Krippengruppe“, eröffnete Fachgebietsleiter Christian Schütte die Diskussion. Eltern hätten einen Rechtsanspruch.

Wie jüngst ein Gericht in Leipzig entschieden habe, könnten sie sogar Schadensersatzansprüche in Höhe von jährlich bis zu 20000 Euro geltend machen, sollte eine Kommune den Rechtsanspruch nicht erfüllen. Die Stadt habe sich auf stadteigene Objekte fokussiert, um übergangsweise Krippenplätze zu schaffen und den Seniorentreff Röcke ins Auge gefasst. „Nicht unumstritten“, wie Schütte einräumte.

Er weise aber einige Vorteile auf. Der Kindergarten „Pusteblume“ sei gleich nebenan, sein Personal habe Erfahrung in der U-3-Betreuung, es stehe eine Küche zur Verfügung, die Mittagsessen-Verpflegung sei gewährleistet, die sanitären Anlagen könnten für wenig Geld kindgerecht umgebaut werden. Zudem gibt es eine Außenanlage. Auch zeitlich – und finanziell – sei das Projekt bis zum Sommer zu schaffen.

Den Nutzergruppen im Seniorentreff habe man vorgeschlagen, das Sportzentrum Evesen zu nutzen, das tagsüber kaum in Anspruch genommen werde, sondern erst in den Abendstunden. Stadtkämmerer Reiner Wilharm brachte als weitere Möglichkeit ins Spiel, dass eventuell Container gemietet und neben dem Seniorentreff aufgestellt werden könnte. Was den Ratsherrn Andreas-Paul Schöniger (WfB) zu der Frage veranlasste, ob es nicht kostengünstiger sei, einen Shuttle-Service hinunter zum Sportzentrum anzubieten.

Ratsherr Dieter Everding (SPD), selbst Röcker, sagte, dass er die Zwangslage der Stadt sehe – „wir müssen was für die Kinder tun“, – aber die Anlagen seien fünf Tage in der Woche genutzt und stünden in Röcke und nicht in Evesen.

Als Alternativstandorte hatte die Verwaltung noch die leer stehende Herderschule und die Blindow-Schule an der Hinüberstraße überprüft, die sich als wesentlich zu groß erwiesen hätten. Die leer stehende Sparkassen-Filiale in Röcke sei zu klein und die Pfarrwohnung in Petzen habe im Keller mit Schimmelbefall zu kämpfen.

Einstimmig empfahl der Ausschuss die Einrichtung der neuen Krippengruppe mit 15 Plätzen und einer Betreuungszeit von sechs Stunden, der sogenannten Übermittagsbetreuung.  rc

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