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Klares Nein zur Bebauung der Hofwiesen

Bündnis 90/Grüne Bückeburg Klares Nein zur Bebauung der Hofwiesen

Ja zur Idee eines Mehrgenerationenhauses in Bückeburg, aber definitiv nicht auf den Hofwiesen: Was die Mehrheitsgruppe im Rat der Stadt Bückeburg als Beschluss vor einer Woche bekannt gab, haben die Grünen, selbst Bestandteil der Mehrheitsgruppe, jetzt noch einmal bekräftigt.

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Entsprechend des Beschlusses der Mehrheitsgruppe im Rat wollen die Grünen keine Bebauung der Hofwiesen zulassen. jp

Bückeburg. Auf ihrer öffentlichen Stadtverbandssitzung im Hofcafé „Peetzen 10“ nahmen sie zur Ablehnung einer Hofwiesenbebauung aus ihrer Sicht Stellung und unterstrichen zugleich, die Idee des Vereins „Mehrgenerationenhaus Bückeburg“ an sich unterstützen zu wollen.

 „Ein Mehrgenerationenhaus ist etwas, was wir Grünen wirklich wollen“, betonte Grünen-Vorstand und Ratsherr Wilhelm Klusmeier. Doch schon bei der Vorstellung des Vorhabens durch die Projektbetreiberin Manuela Tarbiat-Wündsch sei klar gewesen: „Ganz sicher nicht an dem Standort.“ Dabei führen die Grünen nicht nur ökologische Argumente ins Feld, sondern vor allem harte rechtliche Fakten: „Paragraf eins des Baugesetzbuches sagt ganz klar, dass vor der Herausnahme eines Gebiets aus dem Landschaftsschutz vorhandene städtische Freiflächen herangezogen werden müssen, und die gibt es in Bückeburg mehr als genug“, sagte Vorstandsmitglied und Ratsfrau Cornelia Laasch. „Eine Bebauung der Hofwiesen wird es daher mit uns auf keinen Fall geben.“

 Ein finanzieller Vorteil dadurch, dass das Hofwiesen-Areal der Projektbetreiberin möglicherweise kostenlos zur Verfügung gestellt wird, bestehe nicht. Laasch: „Die Fläche befindet sich im Landschaftsschutzgebiet, zusätzlich liegen bereits zwei Ausgleichsmaßnahmen für andere Bebauungen darauf. Soll dort der Landschaftsschutz aufgehoben werden, müsste dafür an anderer Stelle gleich dreifach ausgeglichen werden.“ Verglichen mit anderen innerstädtischen Flächen sei der Standort Hofwiesen daher die teuerste und unlukrativste Variante.

 Dazu kommen aus Sicht der Grünen auch noch ganz praktische Nachteile: „Ein Mehrgenerationenhaus muss zentral mitten in der Stadt liegen, wo es von allen gut zu erreichen ist“, so Klusmeier. Beim Mehrgenerationenhaus in Königsbrunn, auf das sich die Projektbetreiberin berufe, sei das auch der Fall, bei den Hofwiesen hingegen überhaupt nicht. Sie lägen viel zu dezentral und seien überdies nur durch drei sehr schmale Straße zu erreichen, in denen es ohnehin schon vor allem zu Unterrichtsbeginn im Adolfinum zu erheblichen Verkehrsproblemen komme. Innerstädtische Standorte wie das Krankenhaus Bethel oder die Jägerkaserne seien daher für ein Mehrgenerationenhaus um ein Vielfaches geeigneter.  Klusmeier: „Das Bethel-Gelände wäre wirklich ein Traum.“

 Entscheidend sei aber vor allem die Ablehnung der Hofwiesenbebauung durch die Bevölkerung. Dabei zeigten sich selbst die Grünen von Ausmaß und Intensität des Widerstands überrascht: „Wir finden es bemerkenswert, dass die Bückeburger in dieser Frage so zusammenhalten und sich von Anfang an ein derart breiter Protest gegen die Bebauung der Hofwiesen artikuliert hat“, betonte Klusmeier.

Die vor zwei Wochen reaktivierte Initiative zum Schutz der Hofwiesen erhält dabei jetzt auch tatkräftige Unterstützung von außerhalb Bückeburgs: Thomas Knickmeier und Joachim Voigt vom „Landschaftsschutz Schaumburg“ kündigten während der Grünen-Vorstandssitzung in Petzen öffentlich an, die Bürgerinitiative mit ihrem Verein nach allen Möglichkeiten unterstützen zu wollen. „Man hat angesichts der aktuellen Berichterstattung den Eindruck, der gesamte Landkreis verkomme langsam zu einer einzigen Betontrasse für den Schwerlast- und den Güterfernverkehr“, erklärte Knickmeier, der damit auch auf die jüngst bekannt gewordenen Vorhaben aus dem Bundesverkehrswegeplan abhob. „Dabei reden alle immer von Fortschritt. Echter Fortschritt wäre aber, wenn man ein bestehendes Landschaftsschutzgebiet einfach mal in Ruhe ließe.“  jp

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