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Kleine Portionen finden großen Anklang

Bückeburg / Gourmetfest Kleine Portionen finden großen Anklang

Reichlich Glück haben die Organisatoren des Gourmetfestes „Bückeburg kocht über“ am Samstag mit dem Wetter gehabt. Ergoss sich in der Nacht noch ein wolkenbruchartiger Regen über den Landkreis, der zunächst Böses ahnen ließ, gab es später dann aber doch noch „Sonne satt“. Für manch einen der mehrere Hundert Schlemmergäste, die dem Event im Verlauf des Tages einen Besuch abstatteten, war dies jedoch fast schon zu viel des Guten.

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Bückeburg (wk). Denn über die Mittagszeit bevorzugten die meisten von ihnen einen schattigen Sitzplatz unter dem großen Zeltdach, unter dem Tische und Bänke rund um den Marktplatzbrunnen herum aufgereiht waren. Als dann am Nachmittag wieder mehr Wolken aufzogen, trug dies auch gleich zur stärkeren Frequentierung der bis dahin von der Sonne beschienenen Bänke bei. Erst am Abend gab es dann doch noch etwas Regen, was der guten Stimmung aber keinen Abbruch tat. Wie berichtet hatten zum Auftakt am Freitag bereits mehrere Hundert Gäste einen genussvollen Sommerabend auf dem Marktplatz verbracht. Getoppt wurde alles durch einen fulminanten Sonntag: Gestern Nachmittag schoben sich die Menschenmassen durch die Stadt, an den Ständen gab es teilweise lange Warteschlangen.

Zu denjenigen Gästen, die am Samstagmittag einen Schattenplatz ergattert hatten, gehörte Irmgard Scholz, die mit ihrer Nachbarin und deren Tochter zum Schlemmer-Event gekommen war. Das Essen sei „vorzüglich“, schwärmte die Bückeburgerin, während sie „Wildschweinrücken mit Spätzle und Pfifferlingen“ genoss.

Dass von den insgesamt elf, für das kulinarische Angebot verantwortlich zeichnenden Gastronomen in diesem Jahr das Motto „Kleinere Portionen zu kleinen Preisen“ ausgegeben worden war, fand durchaus Anklang bei der Seniorin: „Erst einmal tun wir jetzt etwas gegen den Hunger und dann gehen wir noch mal durch und gucken, was es so gibt an kleinen Leckereien“, verriet sie. Gegenüber den normalgroßen Portionen der Vorjahre sei das neue Konzept auch deswegen besser, weil man nun auch noch eine andere Küche probieren könne, bevor man satt sei.

Ähnlich sah es der Bielefelder Frank Pucker, der mit seiner in Minden wohnenden Lebensgefährtin zu „Bückeburg kocht über“ gekommen war: Bislang seien sie bei jeder Auflage des Gourmetfestes dabei gewesen, berichtete er. Das Tolle in diesem Jahr sei, dass man nun die Möglichkeit habe, „hier und da ein paar Kleinigkeiten zu essen“. Unterm Strich komme man dabei zwar preislich nicht besser weg, dafür sei es aber viel interessanter. Denn nun könne man etwa zwei, drei kleine Gerichte probieren, dann ein bisschen in der Stadt und dem Schlosspark spazieren gehen und anschließend vielleicht noch einen kleinen Nachtisch nehmen.

„Bückeburg kocht über“ habe irgendwie „nicht so den total kommerziellen Aspekt“ wie er bei anderen Veranstaltungen im Vordergrund stehe, zeigte sich die Hamburgerin Iris Soltau begeistert. Auf der Rückfahrt vom Urlaub in Südfrankreich hatte sie mit ihrer Familie Halt in Bückeburg gemacht, um Töchterchen Polly bei der Oma abzuliefern. Und da bot es sich einfach an, zum Schlemmen auf den Marktplatz zu gehen.

Ehemann Thomas Soltau hatte sich zum Auftakt für eine Portion Spanferkel entschieden: Angesichts des drückend-warmen Wetters sei dies zwar nicht die leichteste Variante, aber ein angenehm deftiger Kontrapunkt zu den vielen Fischgerichten, die sie in Frankreich gegessen hatten, erklärte er schmunzelnd.

Besuch von seiner „besten Freundin“ aus München hatte indes der Wahl-Bückeburger Mario Müller. Da passte es prächtig, dass er am vergangenen Wochenende kein eigenes Unterhaltungsprogramm auf die Beine stellen musste, sondern auf das Gourmetfest zurückgreifen konnte. Nachdem die beiden schon am Vortag von ungefähr mittags 14 Uhr bis 0.30 Uhr in der Nacht mit Speis und Trank auf dem Marktplatz verbracht hatten, waren sie am Samstag schon wieder dabei: „Ich find’s rundum gelungen“, schwärmte er. Das Event sei von der Aufmachung her gut gemacht und man komme mit vielen netten Menschen in Kontakt. Und was das Essen betrifft, schmecke „alles sehr, sehr gut“, ergänzte dessen Begleiterin Sigrid Georgescu – die mit Spinatstrudel, mediterraner Penne und einem Käseteller übrigens auch als überzeugte Vegetarierin auf ihre Kosten gekommen war.

„Ein sehr schönes Wochenende“ verbrachten nach eigenen Angaben auch die Eheleute Christel und Claus Schott aus dem hessischen Langen in Bückeburg, die extra wegen des Schlemmer-Events hierher gekommen waren. Die Krönung aller kulinarischen Genüsse war für sie am frühen Samstagnachmittag die vom Saxophonisten Peter Malaj am Marktplatzbrunnen intonierte sanfte Hintergrundmusik – insbesondere die von dem Solo-Musiker just zu einem Gläschen Wein kredenzte Instrumentalversion ihres Lieblingsliedes.

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