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Klimaschutz lokal vorantreiben

CDU stellt drei Anträge Klimaschutz lokal vorantreiben

Die CDU-Fraktion will Klimaschutz und Energieeinsparungen auf lokaler Ebene weiter vorantreiben. Dazu hat sie drei Anträge an den Rat der Stadt Bückeburg gestellt. Erstens: Grundstückssubventionen für besonders energieeffizientes Bauen beim Verkauf von städtischen Grundstücken für Wohnzwecke.

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Nahe der neuen E-Ladesäule auf dem Dr.-Witte-Platz könnten nach Vorstellung der CDU-Fraktion irgendwann auch Carsharing-Mobile stehen.

Quelle: rc

BÜCKEBURG. Zweitens: Die Bezuschussung von energetischen Sanierungen von Wohngebäuden in den Bückeburger Ortsteilen bis maximal 2000 Euro. Drittens: Eine Kooperation der Stadt mit dem Carsharing-Anbieter „app2drive“.

Bückeburg hinke hinterher

„Wir wollen einen Kontrapunkt zur Mehrheitsgruppe setzen, der es mehr um den Umweltschutz geht. Uns geht es um den Klimaschutz“, sagten Fraktionschef Axel Wohlgemuth und der Parteivorsitzende Hermann Kempf während eines Pressegesprächs. Bückeburg hinke beim Klimaschutz und der Gewinnung erneuerbarer Energien hinterher. Der Landkreis habe den Masterplan „100 Prozent Klimaschutz“ vorgelegt, nachdem der CO2-Ausstoß im Landkreis bis 2050 um 95 Prozent reduziert werden soll. Alle kreiszugehörigen Kommunen hätten ihr Mitwirken zugesagt, auch Bückeburg. „Wir müssen jetzt anfangen“, forderte Kempf auch angesichts des „unglaublichen Baubooms“ in der ehemaligen Residenzstadt: „Wir legen jetzt den Grundstein für die nächsten 100 Jahre.“

mindestens 40 Prozent weniger CO2 emittieren

Im Rahmen des Klimaschutzes beantragt die CDU, dass der Grundstückspreis beim Verkauf städtischer Wohnbaugrundstücke um 20 Prozent je Quadratmeter gesenkt wird, wenn der geplante Neubau und die nachgewiesene Realisierung mindestens 40 Prozent weniger CO2 emittieren, als die derzeitige Energieeinsparverordnung (EnEV) als Mindestanforderung vorsieht. Bückeburg sei wegen seiner Makrolage nur begrenzt in der Lage, auf städtischen Gebiet Bauwerke aus erneuerbaren Anlagen zu genehmigen, um so den CO2-Ausstoß auf der Erzeugerseite zu reduzieren.

Aus diesem Grund sollte zumindest auf Verbraucherseite ein Zeichen gesetzt werden, um energieeffizientes und klimafreundliches Bauen in der Stadt zu fördern, begründet die CDU-Fraktion. Denn auf Gebäude entfielen 40 Prozent des Energieverbrauchs und ein Drittel der CO2-Emission. Zuschüsse seitens der Stadt könnten Bauherren ein Anreiz für Investitionen in erneuerbare Energie sein, Mehrkosten abfedern und die Wirtschaftlichkeit des Baus erhöhen.

Einmaliger Sanierungszuschuss

Angesichts des Bau- und Sanierungsbooms in der Innenstadt will die CDU-Fraktion die Wohnattraktivität in den Dörfern steigern. Dazu soll ein Sanierungszuschuss von einmalig und maximal 2000 Euro seitens der Stadt gegeben werden, wenn diese Maßnahme den CO2-Ausstoß um 40 Prozent senkt. Damit sollen wirtschaftliche Anreize bei den Vorhabenträgern geschaffen werden und insbesondere ältere Gebäude in den Ortsteilen auf den neuesten Stand der Technik gebracht werden. In den vergangenen Jahren sei ein merkliches Ausbluten der Ortsteile – begleitet durch eine Verringerung der wirtschaftlichen und sozialen Infrastruktur – festzustellen. Dies führe zu einer abflauenden Attraktivität der Dörfer, zu sinkenden Einwohnerzahlen und einem weiteren Abbau der Infrastruktur: „Dieser Kreislauf muss durchbrochen werden“, so die CDU. Und dabei könne der Sanierungszuschuss helfen.

Dem Klimaschutz hilft nach Ansicht der CDU eine Kooperation der Stadt mit dem Carsharing-Anbieter „app2drive“, der bereits mit vielen Kommunen in Schaumburg oder dem benachbarten Ostwestfalen-Lippe kooperiert: „Speziell für den ländlichen Raum und einer Stadt wie Bückeburg eine sehr wünschenswerte Mobilitätsalternative.“

Carsharing könnte Anbindung verbessern

Die Umsetzung wäre nach CDU-Angaben für die Stadt kostenlos. Als Bedingung würden lediglich fünf bis sechs Parkplätze vornehmlich in der Nähe von E-Ladesäulen benötigt, um Fahrzeuge abzustellen und laden zu können. Carsharing erlebe in jüngster Zeit einen regen Zulauf und richte sich vornehmlich an Kunden, die ein Auto nur unregelmäßig benötigen, die Anschaffung und Folgekosten aber nicht tragen wollen oder können. Carsharing könne die Anbindung der Ortsteile an die Kernstadt verbessern und die Mobilität der Bürger für Einkäufe, Arzt- oder Bankbesuche erleichtern. Seitens des Unternehmens sei ein Interesse an einen Markteintritt in Bückeburg bereits bestätigt, so die CDU. Die Bedingungen seien für die Stadt Bückeburg risikolos.  rc

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