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Klimawandel hat es immer schon gegeben

Angeblich einseitige Betrachtung Klimawandel hat es immer schon gegeben

Er bezeichnet den angeblich durch zu hohe Kohlenstoffdioxid-Emissionen verursachten weltweiten Klimawandel als „Klimalüge“. Und er sagt, die meisten Naturwissenschaftler seien der gleichen Meinung wie er, fänden aber in der Öffentlichkeit kein Gehör.

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Verneint den CO2-bedingten weltweiten Klimawandel: der emeritierte Professor Dr. rer. nat. Friedrich-Karl Ewert aus Bad Driburg.

Quelle: wk

Bückeburg. Für gewöhnlich befragt würden lediglich die „Befürworter der Klimawandeltheorie, nicht aber deren Gegner“. Der emeritierte Professor Dr. Friedrich-Karl Ewert stellte diese Behauptungen während eines Vortrags auf, den er im Joël-Le-Theule-Saal des „Ratskellers“ vor der Senioren-Union hielt.

Warum aber die angeblich einseitige Betrachtung und die angeblich gezielte Desinformation der Bevölkerung? „Das ist eine wirtschaftliche Frage – da wird in manchen Bereichen viel Geld mit verdient“, sagte Ewert, der für sich in Anspruch nimmt, seine Sicht der Dinge durch eigene wissenschaftliche Analysen stichhaltig beweisen zu können.

Das von Befürwortern der Klimawandeltheorie herangezogene „Modell der Erderwärmung“ beruhe auf „Klima-Simulationsmodellen“, sei aber „nie bewiesen“ worden, während er selbst ausschließlich Fakten dagegen sprechen lasse, dass der Mensch Verursacher eines globalen Klimawandels sei. Dabei leugnete Ewert jedoch keineswegs, dass sich das Klima der Erde im Wandel befindet. Ganz im Gegenteil: „Wenn es den Klimawandel nicht gäbe, säßen wir heute nicht hier, denn dann hätte sich die Menschheit nicht entwickelt“, betonte der Referent und ergänzte: „Klimawandel haben ständig stattgefunden.“

Ursächlich dafür seien natürliche Solarzyklen, nicht aber der Ausstoß von Kohlenstoffdioxid infolge der Verbrennung fossiler Energieträger durch Industrie oder Straßenverkehr. So habe es im 16./17. Jahrhundert eine kleine Eiszeit in Europa gegeben, nach der sich das Klima infolge einer normalen „Rückerwärmung“ in Mitteleuropa dergestalt entwickelt habe, dass sogar in England Weinberge kultiviert worden seien.

Als Beleg verwies Ewert nicht zuletzt auf seine Auswertungen in Bezug auf Klimawerte, die von internationalen Wetterstationen über Jahrhunderte lückenlos aufgezeichnet worden sind. Beispielsweise geht es um im Jahr 1700 begonnene Langzeit-Temperaturreihen. Diese würden zeigen, dass sich die Durchschnittstemperaturen in Wien (Österreich) ab dem Jahr 1750 in 100 Jahren nur um 0,15 Grad Celsius und in Prag (Tschechien) nur um 0,17 Grad Celsius erhöht haben. Gleichwohl habe es in demselben Zeitraum aber auch Abkühlungen auf der Erde gegeben, wie etwa in Wellington (Neuseelang) und in Chicago (USA).

Ein erhöhter Verbrauch von Kohle, Erdöl und Erdgas sei dagegen erst ab ungefähr 1950 zu verzeichnen, wobei es aber eben trotz zuvor geringerer Kohlenstoffdioxid-Emissionen bereits vorher Erwärmungen des Klimas gegeben habe. Das Schmelzen der Gletscher in den Alpen etwa habe um das Jahr 1820 herum begonnen. Ebenso verhalte es sich mit Gletschern in den Rocky Mountains oder im Himalaya. Andererseits habe es nach 1950 auch Phasen mit sinkenden Jahrestemperaturen gegeben. Konkret: „Trotz stärkerer CO2-Emissionen überwiegen seit 1950 die Jahre mit einer Abkühlung.“

Und: Ein Verzicht auf jegliche CO2-Produktion in Deutschland würde die durchschnittliche Jahrestemperatur in 50 Jahren lediglich um 0,02 Grad Celsius ansteigen lassen: „Das können Sie noch nicht mal messen.“ Außerdem: „Erderwärmung ist gut für die Menschheit.“ Wenn mehr Kohlenstoffdioxid in die Atmosphäre gelangt, wüchsen der Reis, der Mais und das Getreide besser, resümierte Ewert. „Das sollte uns freuen, da ja immer mehr Menschen in der Welt zu ernähren sind.“ wk

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