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Bückeburg Stadt Knapp am Podest vorbei
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00:16 16.11.2013
In Riga auf Platz fünf: Christian Bernert mit einem seiner früheren Gewinn-Pokale. Quelle: Archiv
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Bückeburg/Riga

Das deutsche Team setzte sich aus fünf Schülern aus Norddeutschland zusammen, die aufgrund ihrer guten Leistungen bei den bundesweiten Mathematik-Wettbewerben nominiert wurden. In Riga haben sie sich mit den besten Nachwuchsmathematikern der Ostseeküste gemessen.

Auch Teamgeist ist gefragt

 In der Universität in Riga musste die deutsche Mannschaft in viereinhalb Stunden 20 Aufgaben aus den Bereichen Algebra, Geometrie, Kombinatorik und Zahlentheorie lösen. Der Clou beim „Baltic Way“: Es ist nicht nur mathematisches Können, sondern auch Teamgeist gefragt. Die Teilnehmer konnten die Aufgaben untereinander verteilen, bearbeiten und die Lösungen gemeinsam besprechen. Die Leistungen wurden von einer Fachjury bewertet – mit 65 von 100 möglichen Punkten und Platz fünf im Gesamtklassement schnitt das deutsche Team dabei sehr erfolgreich ab. Platz eins sicherte sich Gastgeber Lettland. Zweiter wurde das Team aus Russland, den dritten Platz holte Polen.

 Der „Baltic Way“ ist der einzige internationale Mathematik-Wettbewerb, bei dem ausschließlich die Mannschaftsleistung zählt. Teams aus elf Ostseeanrainerstaaten nahmen am Wettbewerb teil. Außer Deutschland, Lettland, Russland und Polen waren auch Mannschaften aus Dänemark, Estland, Finnland, Island, Litauen, Norwegen und Schweden vertreten. Die deutsche Delegation rekrutierte sich aus Schülern aus den norddeutschen Bundesländern: Christian Bernert (Gymnasium Adolfinum Bückeburg), Cai Dieball (Heide, Schleswig-Holstein), Jonathan Pampel (Handeloh, Niedersachsen), Adrian Riekert (Pinneberg, Schleswig-Holstein) und Jonas Wolter (Glückstadt, Schleswig-Holstein) wurden aufgrund ihrer starken Leistungen beim Bundeswettbewerb Mathematik oder bei den Mathe-Olympiaden in Deutschland für das deutsche Team nominiert. Geleitet wurde die Delegation vom Rostocker Professor Hans-Dietrich Gronau und dem Hamburger Mathematiklehrer Klaus Henning.

 Der „Baltic Way“ hat eine besondere Geschichte: Er entstand im Zuge der Unabhängigkeitsbestrebungen der drei baltischen Länder. 1989 bildeten zwei Millionen Demonstranten den „Baltic Way“ – eine 600 Kilometer lange Menschenkette, die von Vilnius über Riga bis Tallin führte. Um die Verständigung im baltischen Raum zu fördern, fand 1990 erstmals der gleichnamige Mathematik-Wettbewerb statt. Er wird seither jedes Jahr in einem anderen Teilnehmerland ausgetragen.

Einer der wichtigsten Mathe-Wettbewerbe

 Für deutsche Nachwuchsmathematiker ist der „Baltic Way“ neben der Internationalen Mathematik-Olympiade (IMO) und der Mitteleuropäischen Mathematik-Olympiade (MeMO) der wichtigste internationale Wettbewerb. Wer bei den bundesweiten Mathematik-Wettbewerben oder den Mathe-Olympiaden in Deutschland besonders gute Leistungen zeigt, hat gute Chancen auf einen internationalen Startplatz.r

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