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König bekommt Kanzlerin

Grünkohlkönig König bekommt Kanzlerin

Überraschung im vom Dr.-Witte-Rott des Bürgerbataillons verantworteten Grünkohlkönigreich der Ex-Residenz: Erstmals in der vor nunmehr 17 Jahren begründeten Historie der Kohlmajestätenkür ist dem König eine Kanzlerin zur Seite gestellt worden.

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Albert Brüggemann (rechts) ernennt Jens Mühe zum Grünkohlkönig.

Quelle: bus

Bückeburg. Über die Machtverteilung im von Jens Mühe und Ursula Gerntrup bevölkerten Regentenhaus war während der im Joel-Le-Theule-Saal des Rathauses veranstalteten Kür allerdings wenig Konkretes in Erfahrung zu bringen.

 „In Anerkennung ihrer Verdienste um Tradition und Brauchtum rund um den Grünkohl und die Geselligkeit ernennen wir Ursula Gerntrup, ehrbare Bürgerin zu Bückeburg, zur Kanzlerin des Kohlkönigs 2015“, hält die von Bürgermeister Reiner Brombach und Rottleiter Albert Brüggemann unterzeichnete Ernennungsurkunde fest.

 „Mit der Einbeziehung des weiblichen Geschlechts möchten wir vorsichtige Hinweise darauf geben, dass in der Nachfolge von Paul Mühe, Alexander von Westernhagen, Hans-Heinrich Faudt, Hans-Günter Breuer, Reinhard Malek, Bernd Insinger, Friedhelm Eckert, Carsten Reuß, Jürgen Harmening, Siegfried Klein, Karlheinz Soppe, Dieter Bals, Wieland Kastning, Wilhelm Gerntrup, Volkmar Mirsch und Jörg Rauter durchaus auch einmal eine Königin inthronisiert werden könnte“, ließ Brüggemann durchblicken.

 Bei genauem Hinsehen fiel die Größe der mit Ordenskronen geschmückten Kettenembleme ins Auge. „Das von Frau Gerntrup fällt wesentlich größer und pompöser aus als das von Herrn Mühe“, musste der Bataillonsleutnant zugestehen. „Die Kanzlerin hat natürlich das Sagen, der König hat zu folgen. Aber ich denke, dass wir das untereinander absprechen“, ließ Gerntrup wissen und machte sogleich die Hierarchie klar.

 „Es war eine herrliche Regentschaft. Ihr habt es mir leicht gemacht. Es gab keinen Streit, keine Revolution und keine feindliche Übernahme durch Niederländer“, hatte Jörg Rauter den rund 70 bestens gelaunten Gästen zuvor mitgeteilt. Mit den „Holländern“ sprach die scheidende Majestät auf die Teilnahme – eine weitere Novität in der Witte-Rott-Kohlhistorie – mehrerer holländischer Gäste vom Freundschaftskomitee aus Zuidplas/Nieuwerkerk an. Von den Besuchern war im Joel-Le-Theule-Saal kurzerhand ein „Generaal-Konsulaat van het Koninkrijk der Nederlanden“ eingerichtet worden.

 Ebenfalls neu war das Mitwirken des Entertainers Ralf Diehl. Der Alleinunterhalter trug mit seinem Premierenauftritt wesentlich dazu bei, dass der sanges- und feierfreudigen Gemeinschaft die gute Laune nicht knapp wurde. Auch in dem Moment nicht, als Mühe seine Regentschaftsrede mit philosophischen Perspektiven anheben ließ.

 Als König Jens I. – „Was war zuerst da, der Grünkohl oder die Kohlwurst?“ – darüber ins Kopfzerbrechen kam, ob die Wurst kreiert worden sei, um sie zum Kohl dazuzulegen, ließ Diehl aus den Tiefen seines elektronischen Instrumentariums ein putzmunteres Schweinequieken erklingen.

 Womit er Mühe alsbald aus dem Reich der Weisheitsfreunde zurück an die vom Ratskeller-Team köstlich bestückten Tische half. „Drum lass ich jetzt die Grübelei / das Rumphilosophieren / scheiß auf Sokrates und Kant / wir werden jetzt dinieren“, lautete des Königs rundum einhellig akzeptierter Vorschlag zur weiteren Vorgehensweise. bus

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