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Komitee beruft Dr. Schulz als Chef-Klassifizierer

Alicante/Bückeburg / Paralympics Komitee beruft Dr. Schulz als Chef-Klassifizierer

Die Sportwelt stellt derzeit ihre Mitglieder für die Nationalmannschaften bei den Olympischen Spielen in London im kommenden Jahr zusammen. Das gilt für die Olympioniken genauso wie für die Para-Olympioniken.

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Dr. Andreas Schulz bei der Klassifizierung eines am rechten Arm gelähmten Athleten der schwedischen Nationalmannschaft. © bus

Alicante/Bückeburg (bus). Letztere müssen zusätzlich zu ihrer sportlichen Leistung in Qualifizierungs-Welt-Cup-Wettbewerben noch Mindestkriterien erfüllen, um – dem Grad ihrer Behinderung entsprechend – in paralympische Leistungsklassen eingestuft werden zu können.

Dafür sind im paralympischen Schießsport gegenwärtig 19 weltweit tätige internationale „Klasse-I“-Klassifizierer zuständig. Einer von ihnen ist der Bückeburger Allgemein- und Sportmediziner Andreas Schulz, der jetzt vom Internationalen Paralympischen Comitee (IPC) als sogenannter Chef-Klassifizierer berufen worden ist.

Damit steht der heimische Mediziner als einer von zukünftig weltweit zwei „Stufe-II-Klassifizierern“ internationalen Wettbewerben vor, koordiniert und überwacht den Einsatz der internationalen Qualifizierer-Teams auf dem jeweiligen Kontinent.

Im Anschluss an den ersten Welt-Cup der Saison im polnischen Stettin galt es beim Welt-Cup im spanischen Alicante, 46 National-Mannschaften von A wie Argentinien und Australien, B wie Brasilien, C wie China und Cuba über G wie Großbritannien, H wie Hongkong, S wie Süd Afrika, und R wie Russland bis U wie USA zu betreuen.

Alicante war der größte Schießweltcup, den das IPC jemals ausgerichtet hat.
Für die Klassifizierer-Tätigkeit sind eine fundierte sportmedizinische Ausbildung und Erfahrung die Grundvoraussetzungen. Darauf aufbauend erfolgt eine sportartspezifische Zusatzausbildung, zunächst auf nationaler und später auf internationaler Ebene bis zum „Stufe-II“-Klassifizierer.

Eigene Schießsporterfahrungen und Erfahrungen mit Behinderungen verschiedenster Ursachen und Ausprägungen sowie die perfekte Beherrschung der IPC-Amtssprache Englisch bilden hierbei die Grundlagen.

Für Dr. Schulz kein Problem: Die Sportschützenausbildung absolvierte er im Rahmen seiner aktiven Sportlerkarriere im modernen Fünfkampf, weitere Ausbildungen erfolgten zum internationalen Krankenpfleger in England. Außer rein sportmedizinischen Aufgaben zählt auch der Kontakt zu den Athleten sowie deren Delegationsmitgliedern, den internationalen Schiedsrichtern, den Mit-Klassifizierern und dem Internationalen Paralympischen Comitee mit Sitz in Bonn zu seinem Tätigkeitsspektrum.

Des Weiteren umfasst das Aufgabenfeld die enge Zusammenarbeit mit der internationalen Anti-Dopingkommission – insbesondere bei der Beurteilung von Medikamenten, die bei einer Behinderung teilweise dauerhaft aus medizinischen Gründen eingenommen werden müssen.

Neben allen offiziellen Aufgaben blieb in Alicante aber auch noch Zeit für den privaten Austausch mit den Delegationen. „Natürlich beherrschen zurzeit die international aktuellen Themen wie Erdbeben, Atomkraft-Sicherheit und die Situation in der arabischen Welt die Gespräche“, berichtet Schulz. Den nicht angereisten japanischen Athleten sowie den Opfern der Naturkatastrophen und der Nuklearkatastrophe wurde gemeinsam gedacht.

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