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Kommandowechsel bei den Heeresfliegern

Bückeburg Kommandowechsel bei den Heeresfliegern

An der Heeresfliegerwaffenschule hat es einen doppelten Kommandowechsel gegeben. Neuer Kommandeur der Lehrgruppe B ist Oberstleutnant Martin Kleist, der die Aufgabe von Oberstleutnant Rainer Lüttge übernimmt.

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Führungswechsel vollzogen: Oberst Hans-Peter Grathwol (von links), Oberstleutnant Rainer Lüttge, Oberstleutnant Martin Kleist,  Oberstleutnant Marcus Steil, Oberstleutnant Ingo Hahn und Oberst Uwe Klein.

Bückeburg. Neuer Kommandeur der Luftfahrtzeugtechnischen Abteilung ist Oberstleutnant Ingo Hahn, der das Kommando von Oberstleutnant Marcus Steil übernimmt.

Während eines Appells in der Jägerkaserne vollzogen der Kommandeur der Heeresfliegerwaffenschule und General der Heeresflieger, Oberst Uwe Klein, und Oberst Hans-Peter Gratwohl unter den Klängen des Heeresmusikkorps 3 aus Hannover und in Anwesenheit von zahlreichen Ehrengästen, darunter Bürgermeister Reiner Brombach, Alexander zu Schaumburg-Lippe und eine Abordnung des Bürgerbataillons, den Führungswechsel.

Beide scheidenden Kommandeure führten die beiden Einheiten durch eine Zeit von Änderungen politischer Rahmenbedingungen, umfangreicher Umstrukturierungen und Neueinführungen von Fluggerät, Stichwort: mittlerer Transporthubschrauber NH90, von dem ein Exemplar am Morgen, zusammen mit dem Ausbildungshubschrauber EC-135 auf dem Sportplatz der Jägerkaserne gelandet war. Die umfangreiche Umstrukturierung zeigt sich auch dadurch, dass die Heeresfliegerwaffenschule nach 55 Jahren in knapp zwei Wochen der Vergangenheit angehören wird. Ab dem 1. Juli firmiert die Schule unter dem Namen „Internationales Hubschrauberausbildungszentrum“, wie der Kommandeur der Noch-Waffenschule, Oberst Klein, ausführte, als er den Kommandowechsel der Luftfahrzeugtechnischen Abteilung vollzog. Übrigens der letzte Kommandowechsel, denn Ende des Jahres wird diese Abteilung, „die für die Aufrechterhaltung des Flugbetriebs gesorgt hat“, aufgelöst. Die Führung über die dann noch verbleibende Luftfahrzeugtechnische Staffel wird an den Bereich „Unterstützung“ abgetreten.

Oberstleutnant Marcus Steil führte diese Abteilung über die vergangenen viereinhalb Jahre und wechselt als „echter Experte“ für den Problemhubschrauber NH90 in das Bundesamt für Aufrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr. Dort wird er ebenfalls mit „den Herausforderungen dieses Luftfahrzeugs“ beschäftigt sein, das sich „obwohl mit Masse noch nicht in Serienreife an die Truppe ausgeliefert, sich aber schon jetzt in Afghanistan bewährt hat“, so der Schulkommandeur. Er hätte sich „des Öfteren gewünscht, dass von all in unserem Buchungsbestand vorhandenen NH90 der eine oder andere Hubschrauber mehr zur täglichen Verfügung gestanden hätte“. Doch Steil und Co. hätten stets das Menschenmögliche getan, um das Beste für den Ausbildungsauftrag der Schule herauszuholen. Steils Nachfolger, Oberstleutnant Ingo Hahn, schied 2013 im Rahmen des Strukturanpassungsgesetzes aus der Bundeswehr aus und leistet jetzt als Reservist seinen Dienst in der Abteilung, in der er selbst fast zehn Jahre seiner aktiven Dienstzeit gedient hat.

Oberstleutnant Lüttge übernahm die Lehrgruppe B, in der die Heeresflieger ihren Offiziers- und Unteroffiziers-Nachwuchs ausbilden, im Mai 2010, als fast zeitgleich die umfangreichste Umstrukturierung der Bundeswehr und damit auch der Heeresfliegertruppe eingeleitet wurde. Im Dezember 2010 wurde die Wehrpflicht ausgesetzt, 2012 begannen die ersten Kommandobereiche mit der Einnahme der neuen Zielstruktur der Bundeswehr. „Wesentliche Meilensteile“, so Oberst Gratwohl als Leiter Lehre & Ausbildung, gab es in dieser Zeit, in der Lüttge drei Inspektionen auf den Weg gebracht: der neue konzipierte Offizierslehrgang in der IV. Inspektion, die V. Inspektion mit ihrer Sonderrolle der Vorbereitung der Anwärter für den Flugdienst und Flugsicherung sowie die VI. Inspektion für die unterschiedlichen Lehrgänge im allgemeinmilitärischen und fachlichen Bereich für die Feldwebel sowie der Unteroffizier und Feldwebelausbildung. Zudem musste Lüttge die Rekrutenkompanie auflösen.

In seine Dienstzeit fällt auch die Entscheidung für die waffenspezifische Ausbildung NH90 und Kampfhubschrauber „Tiger“, deren Übernahme in der nächsten Woche nahezu ohne Reibungsverluste abgeschlossen werden kann: „Zusammenfassend haben sie sehr bewegte Zeiten erlebt.“ Lüttge wird als stellvertretender Kommandeur des deutsch-französischen Heeresausbildungszentrums nach Le Cannet des Mortes gehen, wo die Heeresflieger ihre Piloten auf dem „Tiger“ ausbilden.

Sein Nachfolger, Oberstleutnant Kleist, ist seit 38 Jahren Soldat und hat mehrere Führungsverwendungen in der Heeresfliegertruppe in Nederstetten, Fritzlar oder Roth sowie an der Führungsakademie in Hamburg und als stellvertretender Direktor des Joint Operations Center in Pristina hinter sich. rc

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