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Bückeburg Stadt Konfirmanden-Treffen in Bückeburg
Schaumburg Bückeburg Bückeburg Stadt Konfirmanden-Treffen in Bückeburg
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00:24 04.06.2015
Pastor Wieland Kastning begrüßt einige Jubilare. Quelle: mig
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Bückeburg

Ein Teilnehmer war sogar extra vom Bodensee aus angereist, um am Gottesdienst in der Stadtkirche teilnehmen zu können.

Wenn fünf Jahrgänge das Jubiläum ihrer Konfirmation feiern, kann es schon mal trubelig werden. „Bist du nicht…?“ und „Kennst mich noch?“ waren wohl die Sätze, die an diesem Tag am häufigsten geäußert wurden. Als es nach dem Gottesdienst in der der Stadtkirche in das Gemeindehaus ging, bildeten sich schnell kleine Gruppen, deren Teilnehmer sich viel zu erzählen hatten. Manch einer hatte alte Fotos mitgebracht, und so saßen die früheren Konfirmanden schnell beisammen und spielten das bekannte Ratespiel: „Ist das der Walter?“ Es ist schließlich gar nicht so leicht, jemanden nach 50 oder mehr Jahren wiederzuerkennen.

Marianne Rader und Hildegard Kalt haben damit nur wenige Schwierigkeiten. Beide haben sich seit ihrer Zeit in Bückeburg nicht aus den Augen verloren, man telefoniert oder schreibt Briefe. Rader wohnt heute in Leverkusen, Kalt in Dornstett im Schwarzwald. Warum sie sich auf die Reise nach Bückeburg gemacht haben? Darauf hat Rader eine eindeutige Antwort: „Wenn man zu so einem Ereignis eingeladen wird, kommt man auch.“ Außerdem böten solche Anlässe ja auch die Gelegenheit, alte Freunde wiederzutreffen und Erinnerungen aufzufrischen. „Ich muss von Zeit zu Zeit nach Bückeburg zurückkommen, weil mir das Weserbergland, das Schloss und der Schlossgarten sehr fehlen“, erzählt Rader. So etwas Schönes gebe es dort nicht – zumindest nicht in dieser Form.

Viel Freude an den zahlreichen Gesprächen hat auch Eva Brase aus Langenhagen. 1945 kam sie von Neustrelitz nach Bückeburg – 1960 zog sie der Liebe wegen in die Nähe von Hannover. An ihre Zeit mit Bückeburg erinnert sie sich mit ein wenig gemischten Gefühlen. Sie habe dort zwar eine sehr schöne Kindheit verlebt („Vor allem an das Rodeln im Harrl erinnere ich mich sehr gerne“), aufgrund ihrer roten Haare sei sie damals aber auch oft gehänselt worden („Schon wieder ein Fuchs und keine Flinte“). Außerdem habe sie in der Nachbarschaft ihrer Religionslehrerin gewohnt und die, wie die meisten Lehrer damals, sehr streng gewesen. mig

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