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Bückeburg Stadt Konzept für Jägerkaserne gefordert
Schaumburg Bückeburg Bückeburg Stadt Konzept für Jägerkaserne gefordert
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08:18 26.01.2017
Wie soll das Kasernengelände an der Ulmenallee genutzt werden, wenn die Bundeswehr abgezogen ist? Nach Ansicht von BfB, WIR und FDP ist es höchste Zeit, ein Konzept zu erarbeiten. Quelle: archiv
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Bückeburg

Auf Nachfrage erläuterte Gruppensprecher Raimund Leonhard die Beweggründe für den Vorstoß: Verzögerungen bei der Erstellung eines Konzepts für die Nachnutzung des Kasernengeländes könne sich die Stadt nicht mehr leisten. Möglicherweise verließen die Soldaten wie ursprünglich vorgesehen das Gelände schon 2018. Daher sei es höchste Zeit, in der Stadt die Weichen für die Nachnutzung zu stellen. Bückeburg dürfe sich das Heft des Handelns nicht aus der Hand nehmen lassen – auch nicht von möglichen Investoren, die vielleicht ganz andere Vorstellungen als die Stadt hätten, was die zukünftige Nutzung betreffe.Zum Einen müssten solche Vorstellungen erst einmal entwickelt werden. Zum anderen sei zum Beispiel durch eine baurechtliche Veränderungssperre sicherzustellen, dass nichts an der Stadt vorbei geplant werden könne.

Ratsausschüsse "zerreden" zu viel

BfB-WIR-FDP schlagen einen parteiübergreifen „Runden Tisch“ vor, an dem Ideen und städtebauliche Konzepte entwickelt werden. Dabei sollten auch unabhängige Fachleute zurate gezogen werden. Die Ratsausschüsse sind dafür nach Leonhards Ansicht nicht das richtige Forum. Dort würde möglicherweise zu viel „zerredet“.

Entwickelt werden sollten nicht nur die grundsätzlichen städtebaulichen Weichenstellungen. Auch ganz konkrete Fragen müssten angegangen werden: In wie weit engagiere sich die Stadt direkt, indem sie beispielsweise Teilflächen aufkaufe? Als Beispiel nannte Leonhard die Sportgelände. Für ihn steht es nämlich außer Frage, dass sich Bückeburg den Ankauf des gesamten Geländes mit der zum Teil historischen, unter Denkmalschutz stehenden Bausubstanz nicht leisten könne. Der Gruppensprecher stellte eine Gesamtsumme von mindestens 15 Millionen Euro in den Raum.

Keine konkreten Vorstellungen

Die Gespräche sollten „ergebnisoffen“ geführt werden. Auch seine Gruppe sei noch nicht auf konkrete Vorstellungen festgelegt. Er machte aber eins klar: „Wir halten die Erstellung eines Strategiekonzeptes für dringlich, um nicht von der weiteren Entwicklung überrascht zu werden.“

In der Vergangenheit war das Thema Jägerkaserne zwar wiederholt in den Gremien angesprochen worden, konkrete Pläne der Stadt gibt es jedoch nicht. Das liegt auch daran, dass die Bundeswehr keinen verbindlichen Zeitplan für den Ausstieg vorgelegt hat. Nach entsprechenden Signalen aus der Armee war davon ausgegangen worden, dass der früheste Auszugstermin 2020 und nicht wie ursprünglich angedacht 2018 sein könnte. kk

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