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Kostüme für Hollywood

Briggi im Schloss Kostüme für Hollywood

Einen echten Gaststar hat das Schloss anlässlich der „Lebendigen Barocktage“ unbemerkt unter seinem Dach gehabt. Denn Francesco Briggi aus Venedig genießt zwar in seiner Branche einen Ruf wie Donnerhall, der bis nach Hollywood erschallt, auf der großen Leinwand war er jedoch noch nie zu sehen.

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Kostümdesigner Francesco Briggi bei den Barocktagen auf Schloss Bückeburg.

Quelle: jp

Bückeburg. Vielmehr ist er als historischer Kostümschneider weltweit gefragt. Sein Atelier „Pietro Longhi“, benannt nach dem 1702 in Venedig geborenen und 1785 dort auch gestorbenen Barock-Maler, und versteckt gelegen in einer der verwinkelten Gassen der Lagunenstadt, gilt als allererste Adresse für alle, die sich historisch verkleiden wollen, insbesondere im venezianischen Karneval.

Briggi stammt aus Mestre, einem kleinen Vorort von Venedig. Eine Ausbildung zum Schneider, Designer oder Kostümbildner erhielt er nie, vielmehr griff er schon als Schüler, später als Anzeigenverkäufer, in seiner Freizeit zur Nähnadel. 1993 gründete er in seinem Heimatort Mestre sein erstes Atelier. Ein Jahr später wechselte er nach Venedig. Heute genießt sein Atelier „Pietro Longhi“ einen Ruf von Weltrang.

Kubricks Schneider

Briggis Kunden kommen aus ganz Europa, den Vereinigten Staaten und dem Fernen Osten und lassen sich ein Kostüm oftmals mehrere tausend Euro kosten. Einer dieser Kunden war Star-Regisseur Stanley Kubrick, für dessen letzten Film „Eyes wide shut“ mit Tom Cruise, Nicole Kidman und Sydney Pollack er unter anderem die Masken und Kostüme für die Orgien-Szenen auf Schloss Somerton entwarf.

Aber auch Fans des Thriller-Spezialisten Dan Brown ist Briggi bereits einmal begegnet. In seinem 2013 erschienenen und 2016 mit Tom Hanks verfilmten Roman „Inferno“ widmet der amerikanische Bestseller-Autor der berühmten venezianischen Kostümschneiderei und ihrem Gründer ein komplettes Kapitel. Während das Atelier dabei namentlich genannt wird, wird Briggi selbst in Browns Thriller-Handlung nicht unter seinem echten Namen geführt, sondern – wie in solchen Fällen üblich – unter dem fiktiven Namen Giorgio Venci. jp

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