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Bückeburg Stadt Kracher in den Kronenwerken
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20:33 10.08.2014
Die Band Nitrogods dreht voll auf – zur Freude der Fans. Quelle: mg
Bückeburg

Schon vom gegenüberliegenden Bahnhof aus waren satte Metal-Klänge zu hören. Gute Werbung für die Veranstaltung, die an diesem Abend zum ersten Mal stattfand. Fünf Bands hatten sich vor der „Schraube“ eingefunden: Beastless, Jawbreaker, Vanderlinde, Jabba’s Cortex und die berüchtigten Nitrogods heizten dem Publikum so richtig ein.
„Wir haben auf eine gute Mischung geachtet“, ließt Veranstalter Clemens Kopka wissen. Während beispielsweise Vanderline eher melodisch unterwegs sind, geben die Lokalmatadore von „Jaba’s Cortex“ von Beginn an kräftig Gas. Zahlreichen Gäste lassen die Bands hochleben und tanzen und headbangen, dass es eine wahre Freude ist.

mg

Einer von ihnen ist Marcel Sturm, der vorher erst einmal auf dem Kronenwerks-Gelände war. „Dass es hier so tolle Livemusik gibt, wusste ich gar nicht“, sagt der Student aus Bielefeld. Alle Bands hätten sehr gut gespielt. „Hier ist richtig gute Musik am Start, vor allem die Nitrogods sind genial“, sagt der 28-Jährige, der ein Fan des Speedmetals ist.
Warum? „Kann ich nicht genau sagen, ist einfach genau meine Musik, außerdem lebt die Band das, die sind ehrlich und authentisch.“ Beim diesjährigen Open Air in Wacken hat sich Sturm deshalb pudelwohl gefühlt. Nicht nur das seine Lieblingsband gespielt hat, er war auch unter Tausenden von Gleichgesinnten.
Dem Rock’n Booze gibt Sturm übrigens sieben von zehn möglichen Punkten. „Es ist alles da, was ein gutes Open Air braucht, gute Bands, lecker Bier und das Wetter ist auch okay.“ Bückeburg sei zwar nicht Wacken. „Aber wer weiß, was die Zeit bringt.“
Den Schlusspunkt unter einen ohrenschädigenden Abend setzten die Nitrogods mit einer rasanten Vorstellung. Claus „Oimel“ Larcher, Henny Wolter und Klaus Sperling lieferten das volle Brett – Motörhead ließ grüßen. Außer irrwitzigen Gitarrensoli gab es fast schon artistische Einlagen zu sehen.
„Wir machen ehrlichen Metal, nicht Playback“, sagte Henny und ließ seinen Worten Taten folgen. Songs wie das schnelle „Nitrogods“ gingen in die Beine. Kaum zu glauben, dass die Jungs nach der Premiere der neuen Scheibe – am Abend vorher – schon wieder so energiegeladen waren. Und dass einige der Fans der Band offenbar nachgereist waren, kommentierte Oimel so: „Ihr seid ja schon wieder da. Das kann doch gar nicht sein, nach dem, was Ihr gestern getrunken habt. Das ist eindeutig Wettbewerbsverzerrung.“
Bekanntlich stehen die Nitrogods nicht nur für heftigen Rock, sondern auch für Booze, das im Lexikon mit Saufen, picheln, bechern oder schnapseln umschrieben wird. „Also fingen wir an, The Clash zu hören und viel Tullamore Dew zu trinken“ – so oder so ähnlich beginnen viele Geschichten auf der Band-Homepage. Den Fans gefällt’s – die Nitro-Götter bekamen mit Abstand den meisten Beifall.
Zufrieden war auch Clemens Kopka, der die Schraub-Bar auf einem guten Kurs sieht. Es sei zwar etwas ruhiger geworden, aber das sei normal. „Wenn etwas neu ist, kommen erst mal alle und gucken.“ Die Schraub-Bar sei dabei, sich zu etablieren, „gerade auch für Leute, die nicht in Bistros gehen wollen. Wir bauen uns gerade ein Stammpublikum auf.“ mg