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Bückeburg Stadt Kraut gegen Dummheit
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00:16 06.12.2016
Christian Birner am Stand der Essendorfer Genussschmelzerei vor dem Nostalgiezelt im Schlosspark. Quelle: JP
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Bückeburg

Birner verkauft die Kreationen in seinem Stand vor dem Nostalgiezelt im Schlosspark. „Jede dieser Sorten ist in irgendeiner Weise mit einer Weltreise verbunden, und zu jeder gibt es eine Geschichte zu erzählen.“

Unternommen hat diese Weltreisen sein Chef Andreas Essendorfer, der als bayerischer Bergbauernbub mit Anfang 20 sein erstes selbstkreiertes Pesto zusammenrührte: „In einer Berghütte in 1600 Metern Höhe und mit einem Kochlöffel, der ihm noch nicht einmal selbst gehörte.“

Begegnung von Afrika und Bayern

So richtig ins Erfinden von Pesto- und Marmeladenkreationen kam Essendorfer jedoch erst als Globetrotter, genauer gesagt: in Namibia, wo ihn eine alte Dorfbewohnerin mit einigen traditionellen Rezepten vertraut machte. Zu dem afrikanischen Aufstrich aus getrockneten Tomaten, Auberginen, Erdnüssen und Kräutern fügte der bayerische Weltenbummler später noch italienischen Hartkäse hinzu – fertig war die Begegnung von afrikanischer und bajuwarischer Kultur in Form des Pestos „Oase Namib“.

16 patentierte Sorten

Inzwischen bietet sein Unternehmen, die „Essendorfer Genussschmelzerei“, saisonbedingt zwischen 70 und 100 Pesto-, Aufstrich- und Marmeladensorten an, die auf Märkten in ganz Deutschland und Österreich verkauft werden. Die meisten Ideen dazu hat der Firmengründer aus fernen Ländern mitgebracht, wie das „Costa Rica“ von der gleichnamigen Insel, das „Vietcong“ aus dem südostasiatischen Dschungel, die „schwarze Griechin“ oder das „Argentina Sol“. 16 Sorten davon sind patentiert und damit wirklich nirgendwo sonst zu erhalten. Bei der Premiere auf dem Weihnachtszauber wurden Birner die Gläser derart aus der Hand gerissen, dass er bereits nach fünf Tagen die meisten Sorten nachliefern lassen musste.

Und was hat es nun mit dem „Kraut gegen Dummheit“ auf sich, einem Sieben-Kräuter-Pesto mit Erdnüssen, Limetten, Salbei und besonderer Minz-Note? „Das hat sich der Chef einmal für einen ganz bestimmten Menschen ausgedacht“, sagt Birner lachend. Für wen und aus welchem Grund genau, will er jedoch nicht preisgeben. „Das ist eine noch längere Geschichte.“ jp

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