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Krimis und leichte Sommerlektüre

Was lesen die Bückeburger? Krimis und leichte Sommerlektüre

Sommerzeit, Lesezeit: Wer Urlaub oder Schulferien hat, greift erfahrungsgemäß zum Relaxen häufiger zur entspannenden Lektüre als im Schweiße des ermüdenden Arbeitsalltags.

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Katrin Bormann

Quelle: jp

BÜCKEBURG. Was lesen die Bückeburger diesen Sommer? Was sind die Trends, was sind besonders angesagte Titel? Wir haben uns auf eine kleine literarische Rundreise gemacht.

„Leichte Krimis“ werden nach der Erfahrung in der Hofbuchhandlung Frommhold besonders gerne in den Sommermonaten durchgeschmökert. „Leicht“, das soll dabei nicht etwa mit anspruchslos oder trivial übersetzt werden, sondern Kriminalliteratur beschreiben, „aus der nicht literweise das Blut fließt“. Dazu zählen beispielsweise die „bretonischen“ Krimis um den französischen Kommissar Lupin, verfasst von dem unter dem Pseudonym Jean-Luc Bannalec schreibenden deutschen Autoren Jörg Bong aus Bad Godesberg. Oder die Ostfriesen-Krimis von Klaus-Peter Wolf.

Auch die heimische Autorin Nané Lénard hält es in ihrem jüngsten Werk „FriesenNerz“ deutlich weniger blutig als in ihren Wolf-Hetzer-Krimis, dafür friesisch-herb und humorvoll. Nahezu genauso gut wie der jüngste Lénard verkauft sich bei Frommhold derzeit „Ein Grab auf Sylt“, der zweite Kriminalroman der ehemaligen Mindenerin und Wahl-Hannoveranerin Renate Folkers. Viel verlangt wird bei Frommhold aber auch „typische Hängematten-Literatur“, wo es mal um Liebe, mal um Geheimnisse und in den allermeisten Fällen um weibliche Hauptfiguren geht, wie beispielsweise Petra Hülsmanns „Glück ist, wenn man trotzdem liebt“, Corinna Bomanns „Ein zauberhafter Sommer“ oder Lucy Clarks „Das Haus, das in den Wellen verschwand“.

Leichte Unterhaltung und „typische Sommerliteratur“ bringt auch Kerstin Lorenzen in der Buchhandlung Scheck dieser Tage besonders häufig an den lesehungrigen Mann oder die ebensolche Frau, beispielsweise den schwedischen Bestseller „Ein Mann namens Ove“ von Frederik Backman. Aber auch dabei darf es gerne ein wenig anspruchsvoller sein: „Wie geschnitten Brot“ gehen beispielsweise bei Scheck Robert Seethalers „Ein ganzes Leben“ über das Leben eines Alpentalbewohners oder Michel Houellebecqs „Unterwerfung“ über die Machtergreifung eines fiktiven muslimischen Präsidenten im Frankreich des Jahres 2022. Wer dagegen nervenzerfetzende Spannung nicht scheut, greift bei Scheck gerne zu den Thrillern von Arno Strobel, der sich gerade in seinen Reißern „Fremd“, „Das Rachespiel“, „Das Dorf“ und „Die Flut“ eines extrem an das US-Thriller-Kino angelehnten Erzählstils befleißigt hat.

In der Stadtbücherei Bückeburg sind unter anderem die Werke der britischen Autorin Jojo Moyes seit Wochen vergriffen, insbesondere durch die derzeit in den Kinos laufende Verfilmung ihres 2012 erschienenen Romans „Ein ganzes halbes Jahr“. In Sachen Krimis sind es vor allem die populären Autoren wie Donna Leon, Nele Neuhaus und Michael Tsokos, die es den Büchereikunden angetan haben. Bei Sachbüchern führen nach wie vor Giulia Enders „Darm mit Charme“, Hape Kerkelings Kindheitserinnerungen „Der Junge muss an die frische Luft“ und Peter Wohllebens „Das geheime Leben der Bäume“ die Hitliste an.

Zwei Empfehlungen hat Bücherei-Leiterin Katrin Bormann noch für diesen Sommer parat: zum einen Sylvia Lotts „Die Inselfrauen“ über die Schicksale zweier Frauen auf Borkum. Und als echten Geheimtipp Guillaume Mussos „Nacht im Central Park“: Zwei wildfremde Menschen erwachen morgens mit Handschellen aneinandergefesselt im Central Park. Wie sind sie dort hingekommen? Was haben sie miteinander zu tun? Und wie kommt das Blut auf ihre Kleidung? Wer das erfahren möchte, sollte sich jetzt ganz schnell auf den Weg in die Stadtbücherei machen. jp

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