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Kumpel mit dem Tode bedroht

Vier Jahre Haft Kumpel mit dem Tode bedroht

Die 1. Große Strafkammer am Landgericht Bückeburg hat einen 35-Jährigen zu vier Jahren Haft verurteilt. Im März 2016 hatte der Bückeburger in seiner Wohnung einen Zechkumpan geschlagen, getreten und mit dem Tode bedroht sowie  das Kassenhäuschen eines Karussells aufgebrochen und angezündet.

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Quelle: Symbolfoto (dpa)

BÜCKEBURG. Die Beute: rund 100 Euro in Hartgeld und drei Handys. Der Schuldspruch lautet auf versuchte schwere räuberische Erpressung, Körperverletzung, Diebstahl und Sachbeschädigung.

Frühere Haftaufenthalte hätten den Angeklagten „in keiner Weise beeindruckt“, spielte Richter Norbert Kütemeyer auf die kriminelle Vergangenheit des Brandstifters von der Georgstraße an. Bis Oktober 2015 hatte dieser beispielsweise in Haft gesessen, weil er in zwei Fällen auf andere Zechkumpane losgegangen war, um an deren Geld zu kommen. Auch hier waren die Opfer dem bulligen Mann körperlich klar unterlegen.

Der Zechkumpan musste um sein Leben fürchten

Nur wenige Monate später beging der Bückeburger jene Taten, um die es jetzt ging. Der Zechkumpan musste dabei um sein Leben fürchten, denn der Hausherr hatte dem Schausteller (30) die Schneide eines Küchenmessers an die Kehle gehalten, verbunden mit der Drohung: „Gib mir jetzt das Geld, sonst bringe ich dich um.“ Am Abend des 3. März 2016 war der Mann vom Jahrmarkt mehr Opfer als Täter. Die Kammer stellte das Verfahren gegen ihn jedenfalls wegen geringer Schuld ein. Zu der Tat könnte er gedrängt worden sein. Der Bückeburger stand Schmiere.

Im Urteil machte das Gericht später deutlich, dass es dem Schausteller glaubt, einem Mann von eingeschränkter Intelligenz. „Ich halte es für äußerst unwahrscheinlich, dass dieser Mensch in der Lage ist, sich ein so relativ komplexes Geschehen auszudenken“, hatte auch der Leitende Oberstaatsanwalt Martin Appelbaum erklärt. Verteidiger Volkmar Mirsch sieht das anders. Er erinnerte an mehrere Widersprüche in der Aussage des Schaustellers. „Die Taten müssen dem Angeklagten mit hinreichender Sicherheit nachgewiesen werden. Ich habe Zweifel“, fasste Rechtsanwalt Mirsch zusammen und plädierte auf Freispruch.

Der Angeklagte log mehrfach

Fest steht aus Sicht der Kammer, dass der Angeklagte mehrfach gelogen hat. So hatte er behauptet, der Schausteller sei allein in eine Spielhalle gegangen, um das gestohlene Hartgeld zu wechseln. Tatsächlich waren es beide Männer. Außerdem hatte der Bückeburger erklärt, zur Zeit des Diebstahls in seiner Wohnung gewesen zu sein. Vor Gericht behauptete er dann, die Tat des Schaustellers von einer Bank beobachtet zu haben, ohne einzugreifen. ly

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