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Kurve zeigt nach unten

Surfclub in unruhigen Gewässern Kurve zeigt nach unten

„Der Surfclub – eine aussterbende Gemeinschaft am Gevattersee?“ Mit dieser provokant formulierten Frage musste sich der Surfclub Gevattersee nicht zum ersten Mal beschäftigen.

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Das alljährliche Schnuppersurfen im Rahmen der Bückeburger Ferienpassaktion begeisterte zwar stets die teilnehmenden Kinder, führte aber nie zu einer nennenswerten Zahl von Neueintritten.

Quelle: jp

Bückeburg. Zwar zählt der im September 1979 gegründete Verein formell auf dem Papier immer noch 161 Mitglieder, doch die Kurve der Mitgliederentwicklung zeigt schon seit Jahren kontinuierlich nach unten. „Windsurfen liegt als Sportart einfach nicht mehr im Trend“, bedauerte Kassenwart Thomas Jenderni.

 Große Zuwächse brachten auch die diversen öffentlichkeitswirksamen Aktivitäten der vergangenen Jahre nicht. Das jährliche Schnuppersurfen während der Bückeburger Ferienpassaktion in den Sommerferien begeisterte zwar stets die teilnehmenden Kinder, führte aber nie zu einer nennenswerten Zahl von Neueintritten. Diese Kinder seien noch zu jung gewesen, um bereits selbstständig zum Gevattersee fahren und dort surfen zu können, sagte Sportwart Bernd Rose zur Begründung. Und ein Infostand des Surfclubs auf dem Barbarossa-Markt in Obernkirchen im vergangenen Herbst wurde mangels Interesse sogar nach nur einem Tag wieder abgebaut.

 Entgegentreten will man dem Abwärtstrend beim Surfclub Gevattersee mit einer verstärkten Bewerbung des Stand-up-Paddling (siehe Bericht links). Ebenfalls auf Zustimmung stieß der Vorschlag aus den Reihen der Versammlung, einige Wettkampfbojen häufiger und länger als nur während der jährlichen Regatta auf dem Gevattersee schwimmen zu lassen. Die könnte man dann nicht nur für das Windsurf-Training, sondern auch für das Stand-up-Paddling verwenden.

 Auch das Interesse an der Übernahme von Vorstandsarbeit ist im Surfclub Gevattersee nicht gerade als überschäumend zu bezeichnen. Einstimmig für zwei Jahre wiedergewählt wurden sowohl der Vorsitzende Klaus Udo Hennings als auch dessen Stellvertreter Christian Weber und Kassenwart Jenderni. Hennings will aber nach dieser Amtsperiode definitiv kein weiteres Mal mehr kandidieren. Und auch Kassierer Jenderni würde sich freuen, wenn ihm jemand in zwei Jahren die Verwaltung der Finanzen abnehmen würde. Das Amt des Schriftführers wechselte von Petra Böke zu Annett Hentschel, das des Sportwarts von Andreas Depping zu Bernd Rose. Weiterhin vakant bleibt der Posten des Jugendwarts.

 Ein Gutes haben indes die schwindenden Mitgliederzahlen: Möglicherweise gelingt es dem Surfclub, die alljährlich an die Fürstliche Hofkammer zu entrichtende Pacht zu reduzieren, da diese unter anderem von der Zahl der Mitglieder abhängt. Man werde darüber mit der Hofkammer in Verhandlung treten, kündigte Jenderni an. Ein dickes Dankeschön schickte der Kassierer an die Adresse der Sparkasse Minden-Lübbecke für deren Spende von 800 Euro, die zum Kauf eines Surfsegels verwendet wurde.

jp

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