Volltextsuche über das Angebot:

2 ° / -8 ° wolkig

Navigation:
Kuschelfaktor sorgt für die Trendwende

Kaninchenzüchterverein mit neuen Mitgliedern Kuschelfaktor sorgt für die Trendwende

Es gibt nicht nur schlechte Nachrichten rund um die Kleintierzucht, deren Vereine seit Jahren über fehlenden Nachwuchs und Überalterung klagen.

Voriger Artikel
Überwältigende Resonanz
Nächster Artikel
Der Mittelalter-Rocker kann auch Barock

Finn (3, von links), Simon (6) und Tim Bauer (7) haben Freude. Die Brüder streicheln ein Kaninchen der Gattung Hermelin Blauauge.

Quelle: jp

Bückeburg. Egal, ob Geflügel, Ziervögel, Brieftauben oder Kaninchen – überall sinken in den Vereinen die Mitgliederzahlen, dringend benötigter Nachwuchs bleibt aus. Auch die Schaumburger Langohrenzüchter können davon ein Lied singen, musste sich doch erst vor knapp zwei Jahren der Rassekaninchenzuchtverein F81 Stadthagen „mangels Masse“ aufgelöst werden.

 Beim Rassekaninchenzuchtverein F45 Bückeburg deutet sich hingegen eine Trendwende an: Wie der Vorsitzende Klaus Behrens jetzt bei der Eröffnung der Vereinsschau in der Remise des Bückeburger Schlosses verkünden konnte, wurden allein in den vergangenen Monaten vier neue Mitglieder begrüßt. Und was das besonders Erfreuliche daran ist: Es sind keine passiven Mitglieder, sondern aktive Züchter – und darunter auch zwei Jungzüchter. Es freue ihn ganz besonders, wenn sich in heutiger Zeit wieder mehr Menschen für das Hobby der Kaninchenzucht interessierten, erklärte der Landtagsabgeordnete Karsten Becker bei der Begrüßung. Angesichts von immer weniger Freizeit und einer immer stärkeren Verdichtung von Arbeitsbelastung der Menschen im Beruf sei das alles andere als selbstverständlich. Auch Schirmherr und Bürgermeister Reiner Brombach wünschte der zweitägigen Schau Besucherströme, „die nicht nur schauen, sondern sich auch animieren lassen, sich selbst diesem Hobby zu widmen“.

 Seinen Einstand bei den Langohren für die Bückeburger CDU absolvierte Hermann Kempf, Vorsitzender des Stadtverbandes der Christdemokraten. Und Brigadegeneral Uwe Klein, Chef des Internationalen Hubschrauberausbildungszentrums, der zusammen mit dem Bürgermeister im Rahmen der Sammlung für den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge den Abstecher in die Remise gemacht hatte, erinnerte sich daran, wie er als Kind selbst zwei freilaufende Kaninchen in der Wohnung gehalten habe. „Da war richtig Leben in der Bude.“ Allerdings habe man später nach der Anschaffung einer Katze „die Truppe auswechseln“ müssen, um Leib und Leben der Kaninchen durch den neuen Hausgenossen nicht zu gefährden.

 Für leuchtende Augen sorgten die mehr als 130 Ausstellungstiere in der Remise von der ersten Minute der Rassekaninchenschau an: Auch die Brüder Finn, Simon und Tim Bauer, die dabei auch einmal ein Kaninchen der Rasse Hermelin Blauauge streicheln durften, zeigten sich begeistert. Ein richtiges Streichelgehege gab es in diesem Jahr in Ermangelung von geeigneten Jungtieren zwar nicht, dafür aber immerhin ein großes Schaugehege mit zum Verkauf stehenden Kaninchen der Rasse Sachsengold. Dass eine solche Rassekaninchenschau auch als Marktplatz dient, konnte auch Vereins-Zuchtwart Bernhard Jacobs bestätigen: Er vermeldete bereits kurz nach Beginn der Schau den Verkauf einer Farbenzwerg-Häsin der Gattung weißgrannen-schwarz. jp

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Möchten Sie uns zu diesem Artikel Ihre Meinung sagen? Dann schicken Sie uns einen Leserbrief.

Leserbrief schreiben

Unternehmen quer durch alle Branchen haben sich auch in diesem Jahr wieder an der Aktion der Lions Clubs beteiligt, deren Erlös auch der „Weihnachtshilfe“ der Schaumburger Nachrichten zugute kommt. Hier finden Sie ab dem 1. Dezember die täglich aktuellen Gewinnnummern. mehr

In Ruhe einkaufen, erholsam Urlaub machen, in die Stadtgeschichte eintauchen oder einfach mal in einem der vielen Restaurants und Kneipen die Seele baumeln lassen. Lernen Sie Stadthagen von einer ganz anderen Seite und auf ganz besondere Weise kennen. mehr

Schaumburg