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Ladies Room präsentiert neues Album

Erdiger, staubtrockener Southern-Rock Ladies Room präsentiert neues Album

Bikes, Beer and Rock’n’Roll: Ein Debüt-Album aus einem Guss hat die Band Ladies Room in der „Schraub-Bar“ in Bückeburg vorgestellt.

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Sie geben dem Teufel Zucker und den Fans, was sie wollen: Ladies Room beim Auftritt in der „Schraub-Bar“.

Quelle: mig

Bückeburg. Fast jeder Song ist ein Hit – die fünf Musiker mischen Metal, Blues und Country zu einem süffigen Cocktail ohne Elektro-Sperenzchen.

 Ladies Room, das ist harter Rock’n’Roll aus dem Süden der USA, gespielt in Schaumburg. Irgendwo auf der Route 66 könnte man sich die Band vorstellen, da wo Akustikgitarre und Cajon miteinander ins Bett gehen und ZZ-Top auf Motörhead treffen. „Unsere Songs sind voller Liebe, Hass, Spaß, Bitterkeit, Alkohol, Kneipenschlägereien, Brüste und Motoren“, so heißt es auf der Webseite der Band. Mehr muss dazu eigentlich gar nicht gesagt werden.

 Wie die Bückeburger zu ihrem – ungewöhnlichen – Band-Namen gekommen sind? Ein bisschen wie die Jungfrau zum Kinde, wenn man Arne Beckmann (Gesang, Mundharmonika), Jan-Frederik Tadge (Lead-Gitarre, Gesang), Fabian Pusch (Schlagzeug), Fabian Wischnewski (Bass) und Nadine Langrzik (Rhythmus-Gitarre) glauben mag. „Wir haben uns nach unserem ersten Proberaum benannt, einer ehemaligen Damentoilette in den Kronenwerken“, weiß die Band zu berichten. Und verweist auf ihr Logo – ein auf dem Topf sitzendes weibliches Skelett.

 Mindestens genauso einfallsreich gingen die Musiker bei der Produktion ihres Debüt-Albums „Sugar for the Horse“ vor. Statt abzuwarten, bis eine Plattenfirma auf sie aufmerksam wird, wurde das Quintett selbst aktiv – und ließ sich das Album mittels „Crowdfunding“ von Fans und Unterstützern finanzieren. Als Gegenleistung gab es zahlreiche Geschenke: T-Shirts, persönliche Lieder und sogar private Konzerte. „Ohne euch würde es dieses Album nicht geben“, rief Beckmann den jubelnden Zuhörern zu. „Das ist unser gemeinsames Album.“ Über die Hilfe sei man sehr überrascht gewesen, so Beckmann weiter. „Wir haben nicht darum gebeten, sie kam einfach.“ Seinen Dank richtete Beckmann „an alle, die uns unterstützt haben“ – vom Fotografen, der die Bandfotos gemacht hat, bis zur Grafikerin, die das Booklet erstellt hat. „Ihr seid die Geilsten“, fasste Sänger Beckmann seine Dankbarkeit in Worte. Wer solche Fans hat…

 Das Album kann sich wirklich hören lassen. Es gibt Balladen wie „The Mask reveals The Man“, schnellen Gitarrenstücke à la „Rock’n’Roll Show“ und einer Mitsinghymne namens „The Skeleton Dance“. Kurzum: ein staubtrockenes Southern-Rock-Album aus einem Guss – ein wirklich großer Wurf. Mit breiter Brust und dicker Hose geben Ladies Room das volle Brett. Sie rocken und rollen, das es eine Freude ist. Etwa bei „Stupid things faster“, das nach hinten raus richtig abgeht und einige tolle Riffs bietet. Ein Song, den man laut aufdreht. Die Band gibt dem Teufel Zucker und den Fans, was sie wollen: Laute Gitarren, harten Bass und einen Sänger, der richtig gut shouten kann. Seinen Namen („Sugar for the Horse“ – Zucker für das Pferd) trägt das Album übrigens als Verweis auf das ehemalige Restaurant „Süße Mutter“ in Rolfshagen.

 Den Schlusspunkt – nach einem tollen Konzert von insgesamt drei Bands – auch „Voltage“ und „Devils Balls“ waren mit dabei – setzten Ladies Room dann mit dem „Dankeschön-Song“. „Danke für eure Unterstützung, danke für eure Hilfe!“ Von dieser Band – so viel steht nach einer grandiosen Rock-’n’-Roll-Show“ fest – wird man hören. mig

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