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„Lächeln auf das Gesicht der Kinder zaubern“

Bückeburg / „Kunstbazar“ „Lächeln auf das Gesicht der Kinder zaubern“

Viele schöne Dinge sind bei einem „Kunstbazar“ feilgeboten worden, zu dem der Kreisverband Schaumburg der Arbeiterwohlfahrt (AWO) in die ehemalige Landfrauenschule eingeladen hat, in der heute die Bückeburger Außenstelle der Berufsbildenden Schulen (BBS) Rinteln ihren Sitz hat.

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Insgesamt 26 Künstler und Kunsthandwerker haben ihr Angebot in der ehemaligen Landfrauenschule präsentiert.

Quelle: wk

Bückeburg. Mehr als zwei Dutzend Kreative präsentierten in dem stilvollen Ambiente Ergebnisse ihres Schaffens – angefangen von Malereien, Scherenschnitten und Literarischem über Keramik-, Drechsel- und textile Arbeiten bis hin zu Seifen, Schmuck und etwa Glasdesign.

 Außerdem war in einer großen Diele eine Cafeteria eingerichtet worden, in der eine reichhaltige Auswahl an Kuchen und Torten auf die Besucher wartete und in der das Duo „Little Jazz“ – alias Helmut Rinne und Christoph von Storch – für musikalische Unterhaltung sorgte. Und wie schon die früheren Veranstaltungen dieser Art hat auch die aktuelle Ausgabe ein großes Besucheraufkommen verzeichnet.

 Bei der Eröffnung sprach der Kreisverbandsvorsitzende Heinz-Gerhard Schöttelndreier folgerichtig von einer „Erfolgsgeschichte“, die die AWO im Jahr 1990 mit ihrem ersten „Kunstbazar“ angestoßen und seitdem nahezu jedes Jahr einmal auf die Beine gestellt hat. In diesem Zusammenhang wies er darauf hin, dass der Erlös der Veranstaltung – konkret: die Einnahmen aus dem Kaffee- und Kuchenverkauf plus den Geldern, die die Aussteller anteilig aus deren Verkaufserlösen spenden – dem von der AWO in Stadthagen betriebenen Frauenhaus zugute kommen.

 Hierzu ein paar Zahlen: Laut AWO haben in dem 1987 eröffneten und mit Zuschüssen des Landkreises Schaumburg finanzierten Frauenhaus bislang (Stichtag 31. Dezember 2012) rund 1300 Frauen mit insgesamt rund 1500 Kindern Schutz vor häuslicher Gewalt gefunden. Deren jeweilige Aufenthaltsdauer variierte zwischen einem Tag und einem Jahr.

 Mit dem Erlös des „Kunstbazars“ wolle man dringend benötigtes, entwicklungsförderndes Spielzeug für die mit den Müttern im Frauenhaus untergebrachten Kinder anschaffen, um nicht zuletzt dadurch „ein Lächeln auf das Gesicht der Kinder zu zaubern“, die wahrlich nicht auf der Sonnenseite des Lebens stünden, berichtete Gudrun Wolter, die Vorsitzende des Frauenhaus-Beirates der AWO. Aus der Praxis schilderte sie zudem, dass es nach wie vor ein großes Problem sei, dass sich Mütter zum Leidwesen der Kinder in aller Regel viel zu spät aus der „Umklammerung gewalttätiger Männer“ lösen würden.

 Um dem Problem häuslicher Gewalt für die Zukunft zu begegnen, sei „präventive Erziehungsarbeit“ ein sehr wichtiges Instrument, betonte Wolter. Die Hoffnung, dass solche Gewalt eines Tages aufhören wird und Frauenhäuser nicht mehr benötigt werden, habe sie indes leider nicht.

 Als Grußredner befand es der stellvertretender Bückeburger Bürgermeister Horst Schwarze „bemerkenswert“, dass jedes Jahr so viele Künstler und Kunsthandwerker bei dem AWO-„Kunstbazar“ mitmachen und einen Teil ihrer Einnahmen für den guten Zweck spenden. Herbert Habenicht, der BBS-Leiter, würdigte das Engagement der Mitarbeiterinnen des Frauenhauses, die „von dem Gedanken des Helfens, des Mitgefühls, der Menschlichkeit – ich sage sogar: der Menschenliebe – geprägt“ seien. Und Landrat Jörg Farr hob hervor, dass sich die Mitglieder des Kreistages stets einvernehmlich und parteiübergreifend für die Unterstützung des AWO-Frauenhauses aussprächen, das anfangs mit 13000 Euro pro Jahr bezuschusst worden sei, mittlerweile jedoch 58000 Euro pro Jahr („da spielt dann Geld keine Rolle“) erhalte. wk

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