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Landwirt legt Ortschaft lahm

Telefonverbindungen gestört Landwirt legt Ortschaft lahm

Bis zu 240 Häuser in Meinsen-Warber sind von Störungen bei Telefon, Internet und TV-Empfang betroffen. Ein Landwirt hatte bei Arbeiten ein Kabel beschädigt. Aufgrund des Regens kann der Schaden derzeit nicht behoben werden. Wann die Verbindung wieder hergestellt wird, ist noch nicht absehbar.

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Ein kleines Loch im Telefonkabel in Scheie hat große Auswirkungen in Meinsen-Warber: Bis zu 240 Häuser und ihre Bewohner haben mit Störungen von Telefon, Internet und TV-Empfang zu kämpfen.

Quelle: pr.

Bückeburg. Bei Andreas Paul Schöniger im Ortsteil Meinsen hat es am 3. August angefangen: „Plötzlich hat es im Telefon fürchterlich geknackt.“ Zwischenzeitlich habe das Telefon immer mal wieder funktioniert.  Seit dem 8. August aber „ist alles tot“. Bis heute.

 Wie die Telekom auf Anfrage unserer Zeitung mitteilte, sei versucht worden, bis gestern alle betroffenen Anschlüsse provisorisch instandzusetzen. Das gelang offenbar bis zum späten Mittwochnachmittag nicht, wie Rückmeldungen aus Meinsen-Warber zeigten. Bis die Entstörung komplett beseitigt werden könne, sei derzeit nicht absehbar, so die Telekom. Der Grund: Das Wasser steht nach ergiebigen Regenfällen am Rande der Bückeburger Niederung so hoch, dass erforderliche Tiefbauarbeiten nicht durchgeführt werden können, um den Schaden endgültig zu beheben.

 Aber zurück zum Anfang: In Scheie, an der Ecke von Niedernfeldweg und Am Bohnenkamp, hatte nach Auskunft der Telekom ein Landwirt beim Setzen eines Pfahles ein unter der Erde verlegtes Hauptkabel beschädigt, das nach Meinsen-Warber führt. Eine Beschädigung, die zunächst unbemerkt blieb. In Folge des Hochwassers nach den starken Regenfällen der vergangenen Wochen konnte Wasser in das Kabel gelangen. So entstand ein sogenannter „Absuff“ des Kabels. Da enorme Wassermassen auf den Feldern standen, ist das Wasser bis zu der benachbarten Muffe weitergelaufen, sodass diese auch in Mitleidenschaft gezogen wurde. Von der ursprünglichen Störung sind daher jetzt die Warbersche Straße, die Meinser Straße, Zu den Brücken, das Taubeneck und Auf der Tränke in Meinsen-Warber betroffen – Straßen, an denen knapp 240 Häuser stehen.

Notruf kann nicht gewählt werden

 Aufgrund des überschwemmten Feldes war nach Auskunft der Telekom vor Ort in Bückeburg lange Zeit kein Zugang zu der Fehlerstelle möglich. Die noch teilweise nicht gestörten Adern des Kabels wurden und werden derzeit als provisorische Umschaltmöglichkeit genutzt, damit so viele Anschlüsse wie möglich noch in Betrieb bleiben. Aufgrund der ungünstigen Lage des Kabelfehlers, der weiter unter Wasser steht, sei die Entstörung schwierig und sehr zeitaufwendig, da Tiefbaumaßnahmen bei den Bodenverhältnissen kaum zu realisieren sind. 45 Meter Kabel müssen ausgewechselt und die benachbarte Muffe getrocknet werden. Die Telekom: „Unser Auftragnehmer ist mit Hochdruck an der Entstörung.“ Zur endgültigen Instandsetzung könne aufgrund der Bodenverhältnisse und Wassermengen aber noch keine verbindliche Aussage gemacht werden.

 In Meinsen-Warber haben der Ausfall beziehungsweise die Störungen zu einiger Unruhe geführt, wie der stellvertretende Ortsbürgermeister Andreas Paul Schöniger berichtete. Ältere Mitbürger seien besorgt, dass sie im Notfall keine Notrufe absetzen können. Firmen wie etwa die Bäckerei Helmke könnten keine Bestellungen ihrer Kunden entgegennehmen. Bei Anrufen beim Störungsdienst ertöne weiterhin die Ansage, dass für den Anschluss eine Störungsmeldung vorliegt.

 Die Telekom: „Wir können den Ärger der Kunden sehr gut nachvollziehen, wenn es zu Ausfällen kommt. Wir sind in einer ähnlichen Situation wie die Kunden, da auch wir selbst von den Schäden an unserem Netz betroffen sind.“ rc

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