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Bückeburg Stadt „Lebensräume verbessern“
Schaumburg Bückeburg Bückeburg Stadt „Lebensräume verbessern“
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18:43 31.08.2010
Markus Richter vom Projekt „Amphikult“ bei der Inspektion der Niederung. Quelle: mig

Bückeburg (mig). „Wir sind doch keine Weicheier“, meinte der Vorsitzende der Nabu-Ortsgruppe Bückeburg, Alfred Matthäi, schmunzelnd. Gemeinsam mit dem Manager des Projekts „Amphikult“, Markus Richter, machten sich schließlich rund 20 abgehärtete Bürger auf den Weg in die Niederung bei Berenholz.

Mit dem Bus fuhr die Gruppe möglichst nahe an das Gebiet heran, etwa zwei Kilometer mussten die Naturfreunde aber zu Fuß gehen. Viel zu sehen war beim wetterbedingten „Land unter“ zwar nicht, blicken ließ sich an diesem Tag nur eine friedlich grasende Ochsen-Herde. Durch „Amphikult“ gefördert wird die Fläche aber vor allem wegen des hier vorkommenden Laubfrosches, dieser habe hier in Restbeständen überdauert, erklärte Richter: „Wir hoffen, dass er sich bald wieder explosionsartig vermehren wird.“ Auch die Beweidung durch Kühe ist Teil des Konzepts. Die Tiere verhindern, dass zu viele Gewächse und Bäume das Gebiet verschatten. „Das mag der Laubfrosch gar nicht“, so Richter.

Einen Überblick über das „Amphikult“-Gesamtprojekt gab Richter im trockenen Bus. „Das Projekt von Nabu Niedersachsen und mehrere Partner ist Anfang des Jahres gestartet und will seltene Amphibien wie den Laub- und Moorfrosch, die Kreuz- und Knoblauchkröte sowie den Kleinen Wasserfrosch schützen. Deren Lebensräume sollen verbessert und weiterentwickelt werden.“

Für den zweiten Teil der Veranstaltung übernahm dann Jan Rössel, Leiter des Europäischen Informationszentrums Berlin, die Federführung. Mit der Aktion „Europa vor Ort“ tourt Rössel derzeit durch ganz Deutschland, etwa 20 Städte und Dörfer will man besuchen. „Wir wollen auf diese Weise Projekte, die mit Mitteln der Europäischen Union gefördert wurden, anschaulich zu machen und Europa zu den Bürgern bringen“, so Rössel. Brüssel bestimme das Leben der Bürger immer mehr, umso wichtiger sei es, sich einzumischen. Eine Podiumsdiskussion zum Thema „Was tut die Europäische Union für unsere Region?“ lieferte dann eher Stoff für EU-Skeptiker: Wirklich Zugang zur Lebenswirklichkeit in Bückeburg fanden die Politiker und Referenten Bernd Lange (Mitglied des Europäischen Parlaments/SPD), Ursula Langendorf (niedersächsisches Ministerium für Umwelt und Klimaschutz), Claudia Maier, (ebenfalls Niedersächsisches Ministerium für Umwelt und Klimaschutz) und Holger Buschmann (Vorsitzender des Nabu Niedersachsen) nicht.

Rund eine halbe Stunde drehte sich das Gespräch vornehmlich um die Förderpolitik. Spannend wurde es erst als Wolfhard Müller, Vorsitzender des Fördervereins Bückeburger Niederung, in die Diskussion eingriff. „Ich bin wütend“, nahm er die angespannte Hochwasserlage als Aufhänger und kritisierte, dass es kein Programm zur Förderung des Grunderwerbs mehr gebe. Dadurch habe bisher auch kein dynamisches Fließgewässer entstehen können.

Müller weiter: „Uns fehlen noch 80 bis 100 Hektar. Wir brauchen Retentionsraum für die Bückeburger Niederung.“ Schützenhilfe bekam Müller auch von Holger Buschmann (Nabu): „Sie haben ein Problem angesprochen, das muss das Ministerium akzeptieren. Herr Sander sieht es als Problem an, Flächen zu erwerben. Aber Naturschutz braucht Flächen.“

Bückeburg (tw). Ist das ein Finale: Mit einem Empfang in der bis zum letzten Platz gefüllten Stadtkirche, einem Salutschuss der Wachkompanie und einem Fest im Schlosspark heißt die Residenzstadt, die sich am gestrigen Sonntag mit Fug und Recht so nennen darf, „Fürst Ernst zu Holstein-Schaumburg“ willkommen. Auf dem Marktplatz muss der von Landesbischof Karl-Hinrich Manzke und Landtagspräsident Herrmann Dinkla sowie dem Bürgerbataillon eskortierte hohe Herr im Beisein von Bürgermeister Reiner Brombach ein letztes Mal Gerichtstag halten.
Zwar habe Bückeburg lange nicht so viele und lange nicht so drückende Sorgen wie etwa Stadthagen und Obernkirchen – aber Einiges müssten die Bürger doch loswerden, sagt der Bürgermeister.

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