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Leitungsbau voller Risiken

Bückeburg / Idaturm Leitungsbau voller Risiken

Lohnt sich der finanzielle Aufwand überhaupt? Über das Für und Wider des Baus einer Wasserleitung zum Idaturm machten sich jetzt die Mitglieder des Ausschusses für Kultur und Tourismus Gedanken.

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Gastronomie macht den Reiz des Idaturms aus.

Quelle: Archiv

Bückeburg. Wie berichtet ist geplant, „Leader“-Mittel für das Projekt lockerzumachen, um die Kosten in Höhe von 126000 Euro durch Zuschüsse zu senken. Bückeburg wäre aber immer noch mit einem Anteil von 53000 Euro mit im Boot.

 Bückeburg und Eilsen versprechen sich vom Infrastrukturprojekt eine Wiederbelebung der Gastronomie am Turm – immerhin ein beliebtes Ausflugsziel. Wie berichtet hatte die Hofkammer als Verpächterin die Verträge mit dem letzten Wirt im gegenseitigen Einvernehmen gelöst.

 Die Chancen für eine Wiederverpachtung sollen durch den Wasseranschluss verbessert werden. Die Hofkammer hat bereits signalisiert, dass am Turm neue sanitäre Anlagen errichtet werden sollen, außerdem ist wohl geplant, den alten Wintergarten abzureißen. Am Leitungsbau will man sich mit 5000 Euro beteiligen.

 Doch zumindest einige Ausschussmitglieder sind skeptisch, dass es gelingen wird, einen neuen Pächter zu finden. Wenn dies nicht klappt, wären die städtischen Investitionen in den Sand gesetzt, zumal die Bauausführung noch Kostenrisiken birgt. Eigentlich müsse deshalb zunächst ein neuer Pächter präsentiert werden. Doch dieser lässt sich ohne Wasser noch schwieriger finden.

 „Wir haben die Wahl zwischen Pest und Cholera“, umriss Ausschussvorsitzender Albert Brüggemann die Probleme bei der Entscheidungsfindung über den Leitungsbau. Friedel Pörtner gab zu bedenken: „Wenn wir uns nicht engagieren, ist das Ding endgültig durch.“ Und das wäre schade, zumal gerade erst die Wanderwege in dem Bereich saniert worden seien, war man sich im Ausschuss einig.

 Andreas Paul Schöniger meint, dass einer Neuverpachtung möglicherweise noch nicht bekannte Auflagen der Aufsichtsbehörden im Weg stehen könnten. Das Engagement der Stadt sei also nicht ohne Risiko. Er erinnerte deshalb an die Empfehlung des Verwaltungsausschusses, erst tätig zu werden, wenn es auch von der Hofkammer klare Signale gebe.

 Die sieht der Ausschuss als Besitzerin des Turms sowieso vorrangig in der Pflicht. Auf der einen Seite werde das finanzielle Engagement der Stadt erwartet, auf der anderen Seite mangele es aber gelegentlich an Entgegenkommen. Bitter stößt den Ausschussmitgliedern nach wie vor auf, dass zum Beispiel für die Räume im Schloss für die Nutzung bei der „Langen Nacht der Kultur“ Miete verlangt wird.

 Der Idaturm war 1847 im Teuerungs- und Hungerjahr von Fürst Georg-Wilhem zu Schaumburg-Lippe in Auftrag gegeben worden, nicht zuletzt um Erwerbslosen Arbeit zu beschaffen. Benannt ist der 28 Meter hohe Turm mit seinen 128 Stufen nach der Gattin des Fürsten. Der Aussichtsturm gilt als viel besuchte touristische Sehenswürdigkeit. kk

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