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„Lese-Uni“ bei „Kuba Camisi“-Moschee

Vorurteile abbauen „Lese-Uni“ bei „Kuba Camisi“-Moschee

Als „Studenten“ der von der Stadtbücherei ins Leben gerufenen Veranstaltungsreihe „Lese-Uni“ haben rund zehn Mädchen und Jungen gemeinsam mit einigen Eltern der an der Trompeterstraße gelegenen „Kuba Camisi“-Moschee einen Besuch abgestattet.

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In der „Kuba Camisi“-Moschee zeigte der Imam Mehmet Kilinc (vorne rechts) den „Lese-Uni“-Kindern, wie gläubige Muslime ihr Gebet verrichten.

Quelle: wk

Bückeburg (wk). Da das Projekt der Leseförderung von Kindern bis zehn Jahre dienen soll, stand auch diesmal zunächst eine „Vorlesung“ auf dem Programm.

 Die Geschichte, die die jungen Besucher dabei von Uta Steinhorst, der Vorsitzenden des Fördervereins der Stadtbücherei Bückeburg, zu hören bekamen, hatte jedoch nicht den muslimischen Glauben zum Thema, was naheliegend gewesen wäre. Statt dessen wurden die Kinder mit der Bilderbuchgeschichte „Der Regenbogenfisch entdeckt die Tiefsee“ unterhalten. Dies allerdings zweisprachig, denn nach jedem auf Deutsch vorgelesenen Abschnitt gab es dazu von der Muslima Mehtap Özdemir, die beruflich als Erzieherin in der Kindertagesstätte „Pusteblume“ (Röcke) tätig ist, noch eine Übersetzung auf Türkisch.

 Dann aber erfuhren die „Lese-Uni“-Kinder doch noch Wissenswertes zu der „Kuba Camisi“-Moschee. So berichtete Imam Mehmet Kilinc, dass gläubige Muslime fünfmal am Tag in Richtung Mekka beten. Dabei gehöre zu dem im Stehen begonnenen Zeremoniell, dass man sich dabei auch mehrfach nach vorne verbeugt, niederkniet und den Boden mit der Stirn berührt. Dies sei übrigens auch der Grund dafür, warum es in einer Moschee – anders als ein einer christlichen Kirche – keine Bänke oder Stühle gibt. Denn die wären beim Gebet einfach im Weg.

 Nach dem Besuch der „Lese-Uni“ betonte Kilinc, dass die Tür der Moschee auch für andere interessierte Besucher offen stehe, die sich über den muslimischen Glauben informieren möchten. Die Vorurteile, die manche Menschen gegenüber dem Islam haben, könne man am besten in einem persönlichen Gespräch abbauen. Diese Einladung adressierte der Imam insbesondere an die Schulen im Stadtgebiet, die dieses Angebot verstärkt wahrnehmen sollten, da der Islam durchaus ein kontrovers diskutiertes Gesprächsthema bei Kindern und Jugendlichen sei. wk

 In der „Kuba Camisi“-Moschee zeigt der Imam Mehmet Kilinc (vorne rechts) den „Lese-Uni“-Kindern, wie gläubige Muslime ihr Gebet verrichten. wk

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