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Leuchtende Kinderaugen und der Zeitgeist

Bückeburg Leuchtende Kinderaugen und der Zeitgeist

Scharen von Menschen, Jung und Alt, haben dem Herbstmarkt am vergangenen Wochenende einen Besuch abgestattet – Sonntagnachmittag war kein Parkplatz zu bekommen.

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Der gegenüber dem Hubschraubermuseum errichtete „Kuhstall“ lud die Kirmesbesucher zum Verweilen ein.

Quelle: wk

Bückeburg. Um Karussell zu fahren, sich einen Paradiesapfel, gebrannte Mandeln oder eine andere Gaumenfreude zu gönnen und um Bekannte zu treffen. Dabei waren insbesondere der Samstag- und Sonntagnachmittag die Zeit junger Familien. Entsprechend stark frequentiert waren die Kinderkarussells:

 „Wenn man die leuchtenden Augen der Kinder sieht, dann erinnert man sich auch an die eigene Kindheit – das ist immer das Schönste“, berichtete die Kleinenbremenerin Tamara Steijn, deren Töchterchen Johanna (6) gerade mehrere Runden mit der „Biene Maja“ gedreht hatte. Mit an Bord war die Freundin des Mädchens, Sofia Mergel (5), gewesen, für die die Karussellfahrten ebenfalls ein Riesenspaß waren.

 Was der Kirmesbesuch kosten wird? „So um die 50 Euro gehen dafür bestimmt drauf“, verriet Tamara Steijn noch. Denn in Bückeburg gibt es sonst ja nicht so viele Attraktionen für kleine Kinder. Und da sei dieser Betrag doch gut investiert.

 Neben den jungen Familien stellten die Teenager eine weitere große Besuchergruppe, in deren Fokus freilich die spektakuläreren Fahrgeschäfte standen. Allen voran der auf dem Marktplatz mit seinen „Fangarmen“ wirbelnde „Polyp“ und der auf dem Sablé-Platz im Kreis fahrende „Musik-Express“. Er nutze zwar auch mal eines der Fahrgeschäfte, aber in erster Linie sei er auf dem Bückeburger Jahrmarkt unterwegs, um Freunde zu treffen und neue Leute kennenzulernen, erklärte Fabian Söhlke (19). „Und das entspricht, denke ich, auch dem heutigen Zeitgeist der jungen Besucher hier.“ Denn drei Euro für eine einzelne Karussellfahrt zu bezahlen sei für manch einen schon viel Geld.

 „Es ist aber auf jeden Fall lustig“, meinte Emma Westhoff (13), nachdem sie sich mit ihrer Freundin Fabjola Popaj (13) in dem „Polyp“ vergnügt hatte. Zudem attestierte sie der Kirmes, dass das Angebot insgesamt gut sei, also nach ihrem Geschmack. Dafür, dass am Samstagabend allerdings nur wenig los war, hatte Jerome Pick, der Inhaber des am Stadthaus postierten „Scheibenwischer“, indes keine Erklärung. Auf das nasskalte Wetter mochte er es jedenfalls nicht schieben: „Mal läuft es besser, mal ist es schlechter“, nahm er es gelassen. Abgerechnet werde erst am Montagabend. wk

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