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Liebhaber dementiert Behauptungen

Lügt die „Ketchup-Leiche“? Liebhaber dementiert Behauptungen

Neues vom „Ketchup-Mord“: Der Liebhaber aus Bonn wehrt sich in den SN gegen die Darstellung, er sei ein Stalker. Er selbst habe dem gehörnten Ehemann aus Bückeburg das Verhältnis gestanden.

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Quelle: Symbolfoto

Bückeburg. Und vor allem: Er habe keine Bilder aus der Zeit des Verhältnisses verschickt.

„Obwohl ich Fotograf bin, habe ich nie Bilder von uns gemacht, geschweige denn intime“, sagt der Bonner. Es stimme auch nicht, dass vor sieben Monaten Schluss war, wie seine Geliebte es gegenüber der Bild-Zeitung behauptet hatte. Zwar habe es seit einem guten Jahr keinen Sex mehr gegeben. Trotzdem hätten sie sich weiterhin getroffen, zum Beispiel zu einem gemeinsamen Training in einem Fitnesscenter in Stadthagen.

Zwischen März und Mai sei er zwölfmal in Schaumburg gewesen, habe in Pensionen in Meerbeck, Reinsen und Wendthagen übernachtet. Dabei habe er sich immer auch mit seiner Liebschaft getroffen.

Es stimme, dass er die Bückeburgerin in einem Internet-Forum kennengelernt habe. Anschließend habe er einen geschäftlichen Kontakt zum Ehemann geknüpft, um sich unauffällig in ihrer Nähe aufhalten zu können: „Uns diente das, um das alles unauffällig zu gestalten.“ Auf seinem Fachgebiet sei der Mann, ein Computer-Experte, ausgesprochen versiert. „Ich habe auch in deren Haus geschlafen.“

Der Bonner Fotograf ist wie berichtet selbst verheiratet. Zwischen den Paaren entstand eine Freundschaft, es folgten gemeinsame Unternehmungen. Schließlich habe die Geliebte gegenüber der Gattin des Fotografen mehr oder weniger klare Andeutungen gemacht. „Daraufhin habe ich bei meiner Frau eine Beichte abgelegt“, sagt der Bonner.

Er habe die Bückeburgerin überreden wollen, auch sie solle das Techtelmechtel ihrem Mann gestehen. Das habe sie aber nicht getan. Also sei der Fotograf selbst aktiv geworden. Grund: „Dass von vier Leuten einer nicht Bescheid weiß, das war auf Dauer kein Zustand.“ Auf das Geständnis unter Männern hin sei „die Sache explodiert“. Es habe sich nicht um Rache gehandelt. „Das war eine Retourkutsche, um die Verhältnisse gerade zu rücken.“

Den genauen Sinn und Zweck des skurrilen „Ketchup-Mordes“, der dem Fall bundesweite Aufmerksamkeit beschert hat, kann der Bonner sich nicht erklären. Allerdings frage er sich nun, ob die intimen Fotos tatsächlich existieren – im Nachhinein entstanden, gefälscht von seiner Ex und deren Ehepartner. Der vorgetäuschte Mord lasse ihn darüber nachdenken, „wozu die so alles fähig sind“.

Zur Erinnerung: Nachdem es sich eigenen Angaben der Polizei gegenüber zufolge wieder vertragen hatte, schickte das Bückeburger Paar dem Mann aus Bonn ein Foto, dass die Frau vermeintlich blutüberströmt am Boden liegend zeigte. Der Bonner alarmierte die Polizei. Die fand die Bückeburgerin quicklebendig vor. Für das Bild hatte ihr Mann sie mit Ketchup übergossen. Als „Ketchup-Mord von Bückeburg“ machte der Fall im ganzen Land Schlagzeilen.

Für den Bonner steht jetzt fest: Entweder seine Verflossene und ihr Mann lügen – oder die Polizei hat den aufgenommenen Sachverhalt falsch wiedergegeben. Mit einer einstweiligen Verfügung will er erreichen, dass die Bückeburgerin nicht länger erzählen darf, er habe Bilder aus der gemeinsamen Zeit verschickt.  jcp

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