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„Lieblingsperlen“

Kulturvereinssaison in Bückeburg „Lieblingsperlen“

Ute Mai und Johanna Woydt werden sicher kaum eine Veranstaltung der Kulturvereinssaison 2016/2017 versäumen. Deren Besuch zählt gewissermaßen zu den angenehmen Pflichten der stellvertretenden Vorsitzenden des Vereins und dessen Geschäftsführerin.

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Frank Michael Erben (Violine), Conrad Suske (Violine, (Anton Jirachev (Viola) und Léonhard Frey-Maibach (Violoncelle) bilden das Gewandhaus-Quartett.

BÜCKEBURG. Dennoch sind im aktuellen Programm auch Angebote zu finden, denen Woydt und Mai mit besonderer Vorfreude entgegensehen. Auf diese „Lieblingsperlen“ machte das Duo im Gespräch mit dieser Zeitung aufmerksam.

Für Mai stellt bereits der Auftakt der Spielzeit etwas Besonderes dar. „Das Konzert von Almut Preuß-Niemeyer und dem Gewandhaus-Streichquartett im großen Festsaal von Schloss Bückeburg verspricht einen Ohrenschmaus der außergewöhnlichen Art.“

Sowohl die Mindener Pianistin als auch die aus Hamburg anreisenden Saiten-Virtuosen Frank Michael Erben (Violine), Conrad Suske (Violine), Anton Jirachev (Viola) und Léonhard Frey-Maibach (Violoncello) seien ausgewiesene Könner ihres Fachs. Die Nachfrage nach den nummerierten Karten habe schon jetzt ein erstaunliches Ausmaß angenommen.

Des Weiteren lenkt die Stellvertreterin das Augenmerk auf die Kammerkonzertreihe und hier speziell auf das Duo „Benadie“. Mit Nico Benadie, der im Niedersächsischen Landesarchiv gemeinsam mit Ute Sommer (Violoncello) musiziert, sei ein Pianist engagiert worden, „der mit uns die Liebe zum Bückeburger Bach teilt“.

Theaterstücke von jung und alt

Die Musiker sind in der heimischen Region nicht unbekannt. Benadie ist unter anderem künstlerischer Leiter der internationalen Konzerte im Stift Obernkirchen. Er konzertiert aber auch als Solist, Kammermusiker und Klavierpartner vieler Sänger und Instrumentalisten, trat in Barcelona, Savona, Paris und Berlin auf. Sommer ist hierzulande als Mitglied des „Arte-Ensemble“ bekannt geworden und war mehrfach Bundespreisträgerin beim Wettbewerb „Jugend musiziert“. Sie spielt im Freiburger Barockorchester und als Gast im Niedersächsischen Staatsorchester, mit ihren Ensembles tritt sie in ganz Europa, Nord- und Südamerika und in Asien auf.

Das Programm ihres Gastspiels eröffnet das Duo mit einer Sonate von Johann Christoph Friedrich Bach. Es folgen Kompositionen aus der Feder von Ludwig van Beethoven und Johannes Brahms.

Woydt erwähnt als erste „Perlen“ das Kindertheaterstück „Peterchens Mondfahrt“ (Theater auf Tour, Darmstadt) und die Figurentheateraufführung „Rosa und Karl – eine Mäusegeschichte“ (Figurentheater Seiler, Hannover). „Die Angebote für Kinder und Jugendliche liegen mir sehr am Herzen.“

In diesem Zusammenhang spiele die Subventionierung der Eintrittskarten eine nachgeordnete Rolle. Beide Vorstellungen seien als Folge der guten Zusammenarbeit des Kulturvereins mit Kindergärten und Schulen ausverkauft.

Ebenso erwähnenswert ist ihr das Theaterstück „Nathan der Weise“. Gotthold Ephraim Lessings Werk bildet gleichsam den Auftakt zum in der nächsten Saison anstehenden 70. Geburtstag des Vereins. „Mit dem Stück wurde nach der Gründung 1947 die Veranstaltungsreihe des Vereins eröffnet“, berichtet Woydt. Im Februar kommt der nach wie vor aktuelle „Weise“ in einer Produktion des „Theater Poetenpack“ (Potsdam) daher.

Klappmaul-Komik und Breakdance

Der Aufführung geht ein in Kooperation mit dem Gymnasium Adolfinum organisierter Workshop voraus. Die Schüler werden sich eine Woche lang jeden Tag zwei Unterrichtsstunden unter der Leitung einer Theaterpädagogin mit der Handlung beschäftigen und anschließend an der Aufführung teilnehmen. „Das ist für mich ein Traumprojekt, in dem viele Dinge zusammenlaufen“, erklärt die Geschäftsführerin. Allerdings stelle die Produktion organisatorisch und finanziell eine beträchtliche Herausforderung dar, die nur mithilfe von Sponsoren zu bewältigen sei.

„Gespannt“ ist Woydt auf die neue Reihe „Unterhaltung zum Abheben“. Die im Teamwork mit dem Hubschraubermuseum kreierte Offerte führt den ältesten Breakdancer der Welt (Kai Eikermann) mit moderner Zauberkunst und innovativem Blödsinn (Marco Brüser) sowie Klappmaul-Komik (Werner Mommsen – …ihm seine Weihnachtsshow) zusammen.

Überdies kommt den „Poetischen Momenten“ auf Woydts Liste ein herausragender Stellenwert zu. In der unter der künstlerischen Leitung von Frank Suchland auf die Bühne der früheren Landfrauenschule gestellten Serie gastieren das „Cowhouse Project“ (akustischer Folkrock mit sanften Melodien und eigenen Kompositionen), das „Huub Dutch Duo“ (jazzig-swingende Unterhaltung gespickt mit Wortwitz und Niveau) und „Zebra Sommerwind“ (deutsches Liedgut in neuem Gewand). bus

Selbstredend empfehlen Mai und Woydt auch alle anderen Veranstaltungen des Kulturvereins. Aber dafür reicht hier der Platz nicht.  bus

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