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Lob von Lies

Bückeburg Lob von Lies

Zu einer starken Wirtschaft in einem starken Niedersachsen gehöre das Handwerk unabdingbar dazu. Das hat Niedersachsens Wirtschaftsminister Olaf Lies (SPD) bei seinem Besuch der Bückeburger Firma Ahrens Solartechnik und Dachtechnik betont. Insbesondere der Ausbau der erneuerbaren Energien sei eine große Chance für die Region.

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Wirtschaftsminister Olaf Lies (links) und Firmenchef Dieter Ahrens fachsimpeln über Reichweite, Ladezeiten und die Beschleunigung von Elektro-Motorrädern, die Ahrens Solartechnik ebenfalls im Programm hat.

Quelle: rc

Bückeburg. Niedersachsen sei „Land der Energie“ mit seinen Windkraftanlagen im Norden, so der Wirtschaftsminister weiter. Aber auch in der Photovoltaik stecke enormes Potenzial, „wenn wir es richtigen nutzen“. Die Rahmenbedingungen für den Einsatz von Photovoltaik seien hervorragend. Der Wirtschaftsminister war im Rahmen seiner Sommertour unter dem Thema „Starke Wirtschaft, starkes Niedersachsen in die Kreuzbreite gekommen. Firmenchef Dieter Ahrens informierte Olaf Lies während eines Firmenrundgangs über Photovoltaik im Allgemeinen und seinen Betrieb im Besonderen. Mit dabei waren unter anderem der Landtagsabgeordnete Karsten Becker (SPD), Bückeburgs Bürgermeister Reiner Brombach, der SPD-Stadtverbandsvorsitzende Jens Meier und der Fraktionschef Bernd Insinger.

Sie erfuhren, dass die beiden Photovoltaikanlagen auf den beiden Hallen von Ahrens an der Kreuzbreite jährlich rund 300000 Kilowattstunden produzieren, von denen das Unternehmen nur rund 30000 Kilowattstunden selbst verbraucht. Der Rest wird eingespeist. 2011 wurde der erste Neubau errichtet, dann folgte eine zweite Halle. 2000 des 8000 Quadratmeter großen Grundstücks sind heute überbaut. Zuvor war das inzwischen 26 Jahre alte Unternehmen im Ortsteil Scheie beheimatet, wo Ahrens als kleiner Betrieb startete.

Heute hat sein Unternehmen rund 40 Mitarbeiter, 20 im Bereich der Solartechnik, 20 im Bereich der Dachtechnik und keine Sorgen, im Zeitalter des Fachkräftemangels Arbeits- und Ausbildungsplätze zu besetzen.

Fünf Azubis werden ausgebildet, die Beiden, die diesen Sommer fertig werden, übernommen. „Hier finden Arbeitnehmer ideale Bedingungen“ sagte Ahrens zur Begründung, warum er keine Nachwuchssorgen hat. Für ihn würden Begeisterung und Einsatz zählen, weniger die Zeugnisse. Ahrens ist vor kurzem zum neuen Kreishandwerksmeister gewählt worden.

„Mutige Schritte, die Sie gegangen sind angesichts dieser Investitionen, beeindruckend“, lobte der Minister, ehe er noch mehr über die Lagerhaltung der Photovoltaik-Module, über Wechselrichter oder Speicherbatterien, die Teile des produzierten Stroms speichern, erfuhr.

Ahrens erklärte, dass Module pro Jahr um fünf bis zehn Watt leistungsfähiger werden und größere Leistungssprünge derzeit nicht zu erwarten seien. Eine Besichtigung der kleinen Lehrwerkstatt, die in einer Hallenecke eingerichtet worden ist, stand ebenfalls auf dem Programm.

Viele Mitbewerber seien mittlerweile vom Markt gegangen, da es vielen zu kompliziert geworden ist, erklärte Ahrens: „Wir liefern, montieren und machen alles, auch das Drumherum.“

Die Modul-Preise hätten sich angesichts der chinesischen Mitbewerber auf dem Weltmarkt stabilisiert, aber es sei noch „Luft nach unten“, wenn Ende des Jahres die China-Zölle fallen sollten, so Ahrens. Was jedoch kein Grund sei, nicht auf Photovoltaik zu setzen, wie er betonte.

Nur noch zufriedenstellend

Die Gunst der Stunde hat der Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Schaumburg, Fritz Pape, genutzt, um Wirtschaftsminister Olaf Lies drei Dinge auf den Weg mit nach Hannover zu geben.

Die Auftragslage im Schaumburger Handwerk wird von den Betrieben mit nur noch „zufriedenstellend“ eingeschätzt, 2015 war sie noch gut. Pape: „So ganz rund läuft es nicht mehr, auch wenn wir im Kammerbezirk noch mit an der Spitze liegen.“

Offene Türen rannte Pape bei Lies mit dem Thema „Blaue Plakette“ ein, der Stickoxid-Plakette, die auch in Hannover eingeführt werden soll. Hier müssten Sonderregelungen gefunden werden, damit Schaumburgs Handwerker Aufträge in Hannover erledigen können, ohne Gefahr zu laufen, dort nicht mehr hinfahren zu dürfen.

Die neue EU-Kreditrichtlinie, die bei der Vergabe von Krediten langfristige Sicherheiten fordert, dürfe so nicht umgesetzt werden, da sie die Vergabe von Krediten an Handwerker oder Häuslebauer durch die Banken verhindere oder sehr erschwere. rc

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