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MPS-Befürworter bringen sich in Stellung

Lärmstreit um Spectaculum MPS-Befürworter bringen sich in Stellung

Neue Runde im Streit um die angebliche zu hohe Lärmbelästigung durch das Mittelalterlich Phantasie Spectaculum (MPS): Jetzt machen die Befürworter der Großveranstaltung mit einer neuen Kampagne mobil.

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Musik – wie hier beim Mittelalterlich Phantasie Spectaculum – wird oft nicht schön gefunden, zumindest nach Meinung von Wilhelm Busch und einiger weniger Bückeburger Einwohner.

Quelle: jp

Bückeburg. Auf Initiative des Bückeburgers Uwe Grabsch hoben sie im Netzwerk Facebook die Gemeinschaftsseitet „Pro MPS Bückeburg“ aus der Taufe, die nur einen Tag, nachdem sie Online gegangen war, bereits mehr als 9600 Personen erreicht und über 2300 „Gefällt mir“-Klicks erhalten hatte.
Anwalt David, in früheren Jahren stellvertretender Stadtdirektor in Bückeburg, hatte sich in einem öffentlichen Schreiben an den Landkreis Schaumburg gewandt und dessen Genehmigung für das MPS, bis 0 Uhr Musik spielen zu dürfen, moniert. Begründung: Das Spectaculum werde als „moderne Neuschöpfung der Eventkultur“ nicht von der in Niedersachsen geltenden Freizeitlärmrichtlinie privilegiert. Der Landkreis hatte dem widersprochen und seine Genehmigung verteidigt.

Der Ton nimmt an Schärfe zu

Kommentar des Bückeburger CDU-Ratsherren und langjährigen CDU-Stadtverbandschefs Thorwald Hey auf Facebook: „Bisher hatte ich von Herrn David eine gute Meinung! Bisher...“ Die Veranstalter des Spectaculums selbst reagierten in Gestalt von MPS-Pressesprecher Wolfgang Fuck: „Falls dieser Anwalt es tatsächlich schafft, einen sechsstelligen Betrag Kaufkraft aus Bückeburg zu vertreiben, dann kann er sich dafür ja als Ehrenbürger der Stadt bewerben. Ich bin sicher, dass man ihm ein Denkmal stiften wird.“ Äusserungen wie diese zeigen, dass der Ton an Schärfe deutlich zunimmt.
Die als Reaktion von dem Bückeburger Uwe Grabsch ins Leben gerufene Facebook-Gemeinschaft „Pro MPS Bückeburg“ zielt in die gleiche Richtung wie die eine Woche zuvor von André Batis aus Bückeburg gestartete Online-Petition „Zur Erhaltung kultureller Veranstaltungen in Bückeburg“, die am vergangenen Wochenende bereits die Marke von mehr als 3000 Unterstützern überschritt. „Das Mittelalterlich Phantasie Spectaculum bringt in Bückeburg und an jedem seiner weiteren Veranstaltungsorte Tausende Menschen zusammen, Menschen unterschiedlichsten Alters, Herkunft, Staatsangehörigkeit, Weltanschauung oder Religion, um dort einträchtig, fröhlich, ausgelassen und enthusiastisch miteinander zu feiern“, heißt es auf der Gemeinschaftsseite. Es dürfe nicht zugelassen werden, dass „dieses tolle, friedliche und weltoffene Fest“ zerstört werde. „Helft mit, Bückeburg als lebens- und liebenswerte Stadt mit einer lebendigen Kultur zu erhalten.“ Allerdings hatten auch die Kritiker nicht ein Verbot des Festes an sich gefordert, sondern lediglich ein Überprüfen des Schlusszeit.
Zeitgleich wurde bekannt, dass der Landkreis Schaumburg in den kommenden Tagen die Anlieger des Veranstaltungsgeländes befragen will. Wie von einem Anwohner der Richard-Sahla-Straße zu erfahren war, wolle sich die Behörde telefonisch ein Meinungsbild bei den unmittelbaren Nachbarn einholen. jp

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