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MPS: Mehr als ein Gegner

Fronten verhärten sich MPS: Mehr als ein Gegner

In Bückeburg verhärten sich die Fronten. Die Beschwerde eines Bürgers wegen des Lärms beim Mittelalterlich Phantasie Spectaculum (MPS) hat gerade im Internet viel Gegenwind erfahren. Ganz so allein indes scheint der Mann nicht dazustehen.

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Bückeburg.  Das beginnt bei der Tatsache, dass es sich diesmal nicht um denselben Beschwerdeführer wie in den vergangenen Jahren handelt. „Dieser Eindruck scheint durch die Berichterstattung entstanden zu sein“, sagte gestern Kreissprecherin Anja Gewald. Nach Rücksprache mit dem Ordnungsamt habe sie diesen Umstand gestern der Öffentlichkeit gegenüber klarstellen wollen.

 Darüber hinaus hat sich als Reaktion auf die Berichterstattung zum MPS-Ärger die „Bürgerinitiative Friedrich-Bach-Straße, Richard-Sahla-Straße und Mindener Straße“ (BI) zu Wort gemeldet. Der Vorsitzende Wolfgang Hoppe beziffert die Mitglieder der BI auf rund 50. Bereits vor acht Jahren hätten sich diese Bürger, die allesamt in der Nähe des Veranstaltungsortes wohnten, zusammengeschlossen.

 Zweck sei es laut Hoppe nicht, gegen die Veranstaltung selbst vorzugehen. Kritikpunkt der BI sei die „ohrenbetäubende Musik mit dröhnenden Bässen“. Hoppe: „Können Sie sich vorstellen, was es heißt, von mittags bis nachts, das sind zwölf Stunden, diese Lärmbelastung auszuhalten?“

 Jahrelang sei die BI gegen MPS-Veranstalter Gisbert Hiller und die Kreisverwaltung zu Felde gezogen. Zum Teil sei es daraufhin „etwas angenehmer“ geworden. Der eigentliche Punkt jedoch sei, so Hoppe: „Es gibt viel mehr Gegner als den einen Bückeburger.“

 Auf der anderen Seite sind besonders in den sozialen Medien viele Stimmen laut geworden, die sich geradezu empört über die jetzt erlassenen Beschränkungen äußern. Viele sind offenbar auswärtigen Mittelalter-Fans zuzuordnen.

 In der Stadt selbst sind derweil auch Stimmen einer Fraktion dazwischen zu hören: Mancher stört sich zwar am Lärm und Rauch vom Spectaculum-Gelände, nimmt beides aber an zwei Wochenenden im Jahr in Kauf. So könnten in Bückeburg auch weiterhin überregional attraktive Veranstaltungen angeboten werden, lautet die Einschätzung vieler.

kk, jcp

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