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MPS vier Tage mit Wetterglück

Festival geht glücklich zu Ende MPS vier Tage mit Wetterglück

Das Mittelalterlich Phantasie Spectaculum (MPS) ist auch in diesem Jahr wieder trocken über die Bühne gegangen: Genau wie vor einem Jahr blieb der für den zweiten Sonntag vorhergesagte Dauerregen vollständig aus. „Optimales Festivalwetter“, befand Veranstalter Gisbert Hiller am Abschlussabend.

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Auf dem Veranstaltungsgelände selbst gab es nur wenig Matsch, und dort sorgte er nicht selten auch für Freude.

Quelle: jp

BÜCKEBURG. Auch das zweite MPS-Wochenende war, verglichen mit den Vorjahren, vor allem am Sonnabend wieder enorm stark besucht. Dass dabei ohne die ganz großen zugkräftigen Publikumsmagneten im Programm die sensationellen Spitzenwerte der Woche zuvor nicht noch einmal erreicht werden würden, damit war gerechnet worden.

Wetterautarkes Festival

 Eindrucksvoll dürfte das MPS dabei erneut seine Entwicklung vom früher einmal sehr stark von Tagesgästen abhängigen Mittelaltermarkt zum nahezu wetterautarken Bühnen- und Musik-Festival, das immer mehr von Vorverkaufs- und Dauerkartenpublikum lebt, dokumentiert haben. Noch vor zehn Jahren wäre das Spectaculum angesichts einer so schlechten Wettervorhersage wie am Sonntag sicherlich nicht einmal halb so gut besucht gewesen.

 Mit den durch den Niederschlag zwischen den beiden Wochenenden aufgeweichten Bodenverhältnissen hatte die Großveranstaltung selbst kaum zu kämpfen. Schlamm gab es nur in einigen wenigen Teilbereichen des zwölf Fußballfelder großen Veranstaltungsgeländes. Betroffen waren dabei unter anderem die beiden Verbindungswege von der Mausoleumswiese durch das Wäldchen sowie die unteren Bereiche der Südwiese Richtung Bundesstraße 83, wo diesmal der Kinderbereich und die historische Schmiede „Thoringur“ platziert waren. Deutlich schwieriger sah es hingegen außerhalb des eigentlichen Veranstaltungsgeländes auf der südlichsten der insgesamt drei Campingflächen für Dauergäste aus, wo mehrmals Fahrzeuge freigeschleppt werden mussten. Und die Nutzer des Teilnehmerparkplatzes waren aufgrund der Bodenverhältnisse dazu angehalten, ihre Fahrzeuge während der insgesamt neun Tage nur in den dringendsten Fällen zu bewegen.

Lärmschutzkonzept voll aufgegangen

 Das Thema Lärm sorgte am zweiten MPS-Wochenende weder beim Veranstalter noch beim Landkreis für neue Aufregung. Wieder waren Mitarbeiter beider Seiten in den Abendstunden im Einsatz, um die Einhaltung der in der Genehmigung festgeschriebenen Emissionsgrenzwerte zu kontrollieren. „Aus unserer Sicht ist das Lärmschutzkonzept des Veranstalters voll aufgegangen“, so das Resümee von Kreisrätin Katharina Augath bereits nach dem ersten Wochenende. Auf Nachfrage bestätigte Landkreis-Pressesprecher Klaus Heimann dieses Fazit jetzt auch nach dem zweiten Wochenende. Zwar behalte man sich vor, die außerordentlich umfangreich vom Veranstalter zur Verfügung gestellten Messwerte einer Nachkontrolle zu unterziehen. Dies werde allerdings aufgrund der Datenmenge dauern.

Bückeburg ist klarer Favorit

 Während sich die Lärmthematik damit offenkundig beruhigt hat, wetterleuchtet am Horizont indes die nach wie vor ungewisse Zukunft der gesamten Veranstaltungsreihe Mittelalterlich Phantasie Spectaculum. Wie Veranstalter Gisbert Hiller bekanntlich bereits im vergangenen Jahr angekündigt hatte, will er aus Alters- und Gesundheitsgründen die derzeit noch mehr als 20 Termine umfassende Reihe bis zum Jahr 2025 auf dann nur noch vier oder fünf Standorte reduzieren. Welche das sein werden, werde erst zu einem späteren Zeitpunkt entschieden, so Hiller. Wobei er mehrmals andeutete, Bückeburg gehöre aufgrund der enormen Publikumsgunst zu den klaren Favoriten, falls denn die Behörden mitspielten. Remeringhausen hingegen wird bereits im kommenden Jahr nicht mehr bespielt.

 Fest steht, dass das MPS 2018 wie gewohnt in Bückeburg stattfinden wird: am 7. und 8. sowie 14. und 15. Juli. jp

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