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Manchem Händler hilft der Herdentrieb

Bückeburg / Weihnachtszauber Manchem Händler hilft der Herdentrieb

Bei der Beurteilung des Weihnachtszaubers aus Sicht der heimischen Händler und Aussteller ergibt sich das aus den vergangenen Jahren das bereits bekannte zweigeteilte Bild: gute bis sehr gute Umsätze mit Besuchern aus der Umgebung und mit Stammkunden, die ganz gezielt auf der Suche nach bestimmten Waren, Produktgruppen oder Anbietern den Weihnachtszauber ansteuerten.

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Erstmalig wurde die Tafel im großen Festsaal von „Decora e vive“ aus Bückeburg gestaltet.

Quelle: jp

Bückeburg (jp). Weniger positive Erfahrungen hingegen mit den (überwiegend älteren und weiblichen) Bustouristen: Diese hätten sich wie auch schon in den Vorjahren nur pulkweise an den Ständen vorbeigeschoben, aber kaum gekauft, so die einheitliche Aussage nahezu aller befragten Händler. Eine Ehrenrettung erfahren die Bustouristinnen vom Münchener Gewürzwerk, deren Mitarbeiterinnen an den Ständen im Gartensaalzelt und im Zelt vor der Reithalle bei dieser Besuchergruppe auch einen positiven Herdentrieb beobachteten: „Wenn Sie einen überzeugt haben, zu kaufen, dann kaufen sofort alle anderen auch.“

 Heide Reimer von der Rusbender Gärtnerei „Raum in Grün“ schwärmte vor allem von den Besuchern am Eröffnungswochenende und während des Late-Night-Shoppings: „Viele, die im vergangenen Jahr bei mir gekauft haben, sind in diesem Jahr wiedergekommen.“

 Ähnliche die Erfahrungen machte Johanna Schiller, die zusammen mit ihrem Ehemann Peter Sibbe als „Contrada Malopaso“ feinste Olivenöle, Keramiken und Weine aus Sizilien im Gartensaal anbot: „Wir haben seit Jahren auf dem Weihnachtszauber tolle Stammkunden, nicht nur aus dem Raum Bückeburg und Minden, sondern zum Teil auch aus bis zu 300 Kilometer Entfernung.“ Die beiden schwören dabei interessanterweise auf das männliche Publikum des Weihnachtszaubers: „Gerade Hobbyköche lieben es, mit unseren Produkten zu kochen.“

 Beim Mindener Feinkosthaus gingen vor allem weihnachtliche Liköre wie der „Bückeburger Bratapfel“ und der eigens für den Weihnachtszauber kreierte „Jingle Bells“ wie die sprichwörtlichen warmen Semmeln über den Ladentisch. Dabei kam dem Delikatessenanbieter der Standortwechsel vom Nostalgiezelt auf die Freifläche an der Schlossgraft zugute. Inhaber Lars-Ulf Müller: „Umgebung, Atmosphäre, Ambiente, das passt hier einfach für ein solches Warenangebot.“

 Delia Meyer vom Bückeburger Geschäft „Decora e vive“, die in diesem Jahr nicht nur mit ihrem Stand im weißen Saal zu finden war, sondern auch die große Tafel im Festsaal bestückt hatte, machte vor allem mit Kleinteilen gute Umsätze: „Backformen und Seife liefen wie verrückt.“ Bei größeren und höherwertigeren Waren hätten sich die Kunden jedoch eine spürbare Kaufzurückhaltung auferlegt. Hier sieht die Bückeburger Geschäftsfrau bereits die Auswirkungen einer sich verschärfenden Umsatzkrise im Einzelhandel heraufziehen: „In unserem Ladengeschäft beobachten wir diese besorgniserregende Entwicklung schon länger.“

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