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Mann der ersten Stunde übergibt Buchhaltung

Bückeburg / Ende einer Ära Mann der ersten Stunde übergibt Buchhaltung

Jahre- oder gar jahrzehntelanges Engagement im Vorstand eines Vereins sind heutzutage nicht mehr allzu häufig zu finden. Sich aber mehr als sechs Jahrzehnte, damit beinahe schon ein Leben lang aktiv in die Vorstandsarbeit eines Vereines einzubringen, das ist wirklich eine Seltenheit: Mit dem langjährigen Kassenwart und Schriftführer des Adolfiner-Vereins Hugo Bähr ist jetzt so einer in den wohlverdienten Vorstands-Ruhestand gewechselt.

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Hugo Bähr

Quelle: pr.

Bückeburg (jp). Der 80-jährige gebürtige Bückeburger, der heute in Bad Nenndorf lebt, war mit einer kurzen Unterbrechung seit 1950 Vorstandsmitglied des Vereins, der früher unter seinem bisherigen Vereinsnamen „Alte Adolfiner“ bekannt war, und das, obwohl er noch nicht einmal am Gymnasium Adolfinum sein Abitur abgelegt hatte. In gewisser Weise ist Hugo Bähr für den Adolfiner-Verein ein Mann der ersten Stunde. Zwar existierte der Traditionsverein ehemaliger Schüler des Bückeburger Gymnasiums Adolfinum bereits seit 1921, wurde aber nach 1933 und der Machtübernahme der Nazis gleichgeschaltet. Erst 1950 kam es zur Neugründung durch den damaligen Chef der Fürstlichen Hofkammer, Wolrad Schwertfeger. „Und ich war bereits bei der Gründungsversammlung dabei und von diesem Moment an Mitglied des Vorstands“, erinnert sich Bähr.
Der 1931 geborene Bückeburger hatte in seiner Heimatstadt von 1937 an die Volksschule und von 1941 das Gymnasium besucht, welches damals noch unter dem Namen Oberschule für Jungen firmierte, aber bereits in dem großen roten Backsteinbau an der Ulmenallee residierte, in dem heute die Grundschule Am Harrl ansässig ist. Nach der zehnten Klasse wechselte er auf die neue gegründete Wirtschaftsoberschule in Rinteln, das heutige Berufliche Gymnasium Wirtschaft.
Egal, unter welchem Vorsitzenden Bähr seine Ämter als Schriftführer und Kassierer ausübte, er galt stets im Verein der „Alten Adolfiner“ als die personifizierte Pflichterfüllung. In all’ den Jahren hatten die Kassenprüfer nicht eine einzige Ungenauigkeit, nicht den kleinsten Fehlbetrag in seinen Bilanzen anzumerken.
Mitte der fünfziger Jahre kehrte Bähr dem Verein für kurze Zeit den Rücken, als er nach Hannover zog, trat aber bereits 1958 wieder ein, als er seinen Wohnort von der Landeshauptstadt nach Rinteln verlegte, und übernahm sofort auch wieder Arbeit im Vorstand. In den vergangenen Jahren organisierte Hugo Bähr, zugleich auch Schriftführer des Vereins, die Kassenführung der „Alten Adolfiner“ von seinem Wohnort Apelern aus.
Viele wichtige und maßgebliche Projekte des Vereins fielen in seine Amtszeit: So unterstützten die „Alten Adolfiner“ die Überarbeitung der Sammlung des berühmten Paläontologen Max Ballerstedt am Gymnasium Adolfinum, bezuschussten den Neukauf von Segelflugzeugen für die Segelflug-AG und förderten den Bootshausneubau der Ruderriege „Schaumburgia“ am Mittellandkanal.
Ende 2009 kündigte Bähr bei seiner letzten Wahl in den Vorstand an, nach dieser Amtszeit aus gesundheitlichen Gründen kein weiteres Mal kandidieren zu wollen. Umso trauriger für den Verein und sein lang gedientes Vorstandsmitglied, dass eben diese Gesundheit es Bähr verwehrte, seinen letzten Kassenbericht auf der jüngsten Jahresversammlung des Adolfiner-Vereins selber vorzutragen und anschließend für sein enormes, jahrzehntelanges Engagement gebührend geehrt zu werden. Dafür aber weiß Hugo Bähr die Finanzen des Vereins auch nach seinem Ausscheiden aus dem Vorstand in guten Händen: Neuer Kassenwart wurde mit dem promovierten Bückeburger Wirtschaftswissenschaftler und Steuerberater Michael Kricheldorf ein echter Finanzprofi.

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