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Bückeburg Stadt Mathe-Ass Bernert beim „Baltic Way“
Schaumburg Bückeburg Bückeburg Stadt Mathe-Ass Bernert beim „Baltic Way“
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20:58 07.11.2012
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Bückeburg (r)

Sie können nur als Team gewinnen: Fünf Mathe-Asse aus Norddeutschland treten bis zum 12. November beim „Baltic Way“ an, dem einzigen internationalen Mathematik-Wettbewerb, bei dem ausschließlich die Mannschaftsleistung zählt. Alle fünf Schüler sind Preisträger der bundesweiten Mathematik-Wettbewerbe. Beim „Baltic Way“ im estnischen Tartu messen sie sich mit den besten Nachwuchsmathematikern des Ostseeraums.

 Elf Länder entsenden ihre Teams zum „Baltic Way“. Da sich der Wettbewerb an die Ostsee-Anrainerstaaten richtet, rekrutiert sich die deutsche Mannschaft aus Schülern, die aus den Küstenbundesländern stammen.

 Sie besteht aus: Robin Fritsch (Lehrte, Niedersachsen), Christian Bernert (Bückeburg, Niedersachsen), Johann Mattutat (Grevesmühlen, Mecklenburg-Vorpommern), Adrian Riekert (Pinneberg, Hamburg) und Cai Dieball (Heide, Schleswig-Holstein).

 Alle Teammitglieder konnten auf Bundesebene bereits überzeugen – ob beim Bundeswettbewerb Mathematik oder den Mathematik-Olympiaden in Deutschland. Geleitet wird die deutsche Delegation von dem Rostocker Professor Hans-Dietrich Gronau und dem Hamburger Mathematiklehrer Klaus Henning.

 In der Universität Tartu stellt sich das deutsche Team der internationalen Konkurrenz: In viereinhalb Stunden müssen die Schüler 20 Aufgaben aus den Bereichen Geometrie, Algebra, Arithmetik und Diskreter Mathematik lösen.

 Das Anspruchsniveau reicht fast an das der Internationalen Mathematik-Olympiade (IMO) heran. Im Gegensatz zur IMO ist beim „Baltic Way“ aber nicht nur mathematischer Scharfsinn, sondern auch Teamgeist gefragt. Die Teilnehmer müssen die Aufgaben untereinander verteilen, bearbeiten und die Lösungen besprechen. Für Christian Bernert und Cai Dieball ist es der erste „Baltic Way“, die anderen drei Schüler traten bereits 2011 für Deutschland an und erreichten beim „Baltic Way“ in Greifswald den dritten Platz.

 Der internationale Teamwettbewerb hat eine besondere Historie: Er entstand im Zuge der Unabhängigkeitsbestrebungen der drei baltischen Länder. 1989 bildeten zwei Millionen Demonstranten den „Baltic Way“, eine 600 Kilometer lange Menschenkette, die von Vilnius über Riga bis nach Tallin führte.

 Um die Verständigung im baltischen Raum zu fördern, fand 1990 erstmals der gleichnamige Mathematik-Wettbewerb statt. Er wird seither jedes Jahr in einem anderen Teilnehmerland ausgetragen.

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